Der Traum von dein eigenen vier Wänden ist noch immer einer der größten Wünsche der Deutschen - und gleichzeitig auch einer der teuersten. Die gute Nachricht ist aber: Mit dem passenden Baukredit kann dieser Wunsch seriös und sicher finanziert werden.
Damit der Bauherr den Baukredit findet, der zu ihm und zu seinen Verhältnissen passt, ist es natürlich sinnvoll, Kredite mehrerer Anbieter miteinander zu vergleichen. Aber worauf muss man achten? Banken werben meistens mit dem aktuellen Zinssatz, den sie anbieten. Der Zins ist tatsächlich ein wichtiger Parameter zur Beurteilung von einem Baukredit. Außerdem ist es wichtig, auf die Tilgungsmodalitäten zu achten, ebenso wie auf die Laufzeit, auf die Auszahlungssumme und auf die Flexibilität, die einem im Rahmen des Baukredits zugestanden wird. Auch mögliche Bereitstellungszinsen können ein wichtiges Kriterium zur Entscheidung sein.
Banken werben meistens mit dem nominalem Zins. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, denn der nominale Zins sagt noch wenig darüber aus, was man später tatsächlich als Zinszahlungen an die Bank leisten muss. Denn beim nominalen Zins bleiben noch viele Faktoren Außen vor: Es erfolgen keine Aussage über Auszahlungsaufschläge, über Gebühren oder über die Auszahlungssumme. Manche Baukredite werden zum Beispiel nur zu 98 Prozent ausgezahlt. Die übrigen zwei Prozent bleiben direkt bei der Bank. Das verteuert den Kredit, da nicht die volle Summe, die zu tilgen ist, zur Verfügung steht. Alle diese Faktoren fließen in den realen Zins mit ein. Der steht meistens im Kleingedruckten. Wer also Kredite und ihre Zinskonditionen miteinander vergleichen möchte, sollte das nur auf Grundlage des realen Zinses tun. Denn nur dabei weiß man, was man später als Kreditnehmer tatsächlich zu zahlen hat.
Ein klassischer Baukredit ohne Bausparvertrag entspricht in der Regel einem Annuitätendarlehen. Das heißt, dass während der gesamten Laufzeit des Baukredits monatlich die gleichen Raten an die Bank gezahlt werden. Diese Raten setzen sich zusammen aus den Zinszahlungen und den Tilgungsraten. Da die Schuld des Kreditnehmers mit jeder einzelnen Tilgungsrate sinkt, steigt zwangsläufig der Anteil der Tilgung an der monatlichen Rate, da diese ja gleich bleibt. Tilgungsraten betragen mindestens ein Prozent der Summe, die als Baukredit aufgenommen wurde. Rechnet man dieses Prozent zum nominalen Zins hinzu, kann man seine monatlichen Kreditraten einfach ausrechnen. Man kann sich auch dazu entscheiden, dass man höhere Tilgungsraten zurückzahlt. Das sollte man tun, wenn man die finanziellen Spielräume dazu hat. Hat man diese nicht, dann sollte man darauf achten, ob die Bank Flexibilität einräumt und zum Beispiel Sondertilgungen zulässt. Mit einer Sondertilgung kann man zum Beispiel eine unerwartete Prämie nutzen, um damit die Kreditschuld abzubauen.