Hypothekendarlehen

Wenn ein Darlehen über eine Hypothek abgesichert wird, steht die Finanzierung einer Immobilie meist im Vordergrund. Der Begriff ist eigentlich überholt, da die Finanzierung von Immobilien heute kaum mehr über Hypotheken, sondern vielmehr über Grundschulden erfolgt. Die richtige Bezeichnung wäre also eher Grundschulddarlehen. Dennoch hat sich der mit der Hypothek eingebürgerte Begriff über die Jahre gehalten und wird auch heute im Sprachgebrauch nach wie vor verwendet. Wenn ein Bauherr eine Immobilie bauen oder kaufen möchte, verlangt die Bank für die Bewilligung eines Darlehens eine Sicherheit. Diese Sicherheit wird durch die Eintragung einer Grundschuld auf die Immobilie im Grundbuch gewährt. Die Bank hat dann den Vorteil, dass sie diese Grundschuld zügig verwerten kann, falls der Darlehensnehmer den Kapitaldienst für sein Darlehen nicht mehr bedienen kann. Die Immobilie wird zwangsversteigert. Aus dem Erlös wird das Darlehen bedient und die Bank befriedigt. Entscheidend ist dabei, dass die Bank nicht darauf angewiesen ist, sich für die Zwangsvollstreckung erst noch im Klageweg bei Gericht einen vollstreckbaren Titel beschaffen zu müssen. Die Grundschuld ist selbst bereits ein Vollstreckungstitel. Für den Darlehensnehmer hat diese Art der Darlehensabsicherung den Vorteil, dass er mit seiner Immobilie immer eine anerkannte und hinreichende Sicherheit bieten kann und so schnell in den Genuss eines Darlehens kommt.

Mit niedrigen Hypothekenzinsen Träume verwirklichen

Zur KreditanfrageDie Zinsen für ein Hypotheken- oder besser Grundschulddarlehen, sind in der vergangenen Zeit stark gesunken und befinden sich 2011 auf einem niedrigen Niveau. Sie lagen Anfang der 90er Jahre sogar bei fast 10 Prozent. Wenn man heute einen Zinssatz von 4 Prozent zugrunde legt, bedeutet dieses, dass der Darlehensnehmer für einen Darlehensbetrag von 100.000 EUR statt 10.000 EUR Zinsen nur noch 4.000 EUR Zinsen aufbringen muss. Die Zinsen für solche Darlehen können, insbesondere wenn sie im Verhältnis zu anderen Zinsperioden niedrig liegen, für viele Jahre festgeschrieben werden. Für Baudarlehen empfiehlt sich eine Festschreibungszeit von 10 Jahren. In dieser Zeit bleibt die finanzielle Belastung des Darlehensnehmers unverändert und er kann mit seiner Haushaltskasse immer sicher kalkulieren.

Hypothekendarlehen sind nicht zweckgebunden

Ein Hypothekendarlehen muss aber nicht unbedingt für den Kauf oder den Bau einer Immobilie verwendet werden. Wer bereits Eigentümer einer Immobilie ist, kann die Immobilie beleihen, sofern sie nicht bereits mit Grundschulden belastet ist. Das Darlehen kann für jeden beliebigen Zweck verwendet werden. Die Immobilie dient nur als Sicherheit. Vor allem hat der Darlehensnehmer den Vorteil, dass er den mit einem Hypothekendarlehen verbundenen günstigen Zinssatz in Anspruch nehmen kann und nicht darauf angewiesen ist, die hohen Zinssätze akzeptieren zu müssen, die die Banken für Dispositionskredite oder Konsumentendarlehen berechnen. Mit dem Besitz einer unbelasteten Immobilie oder dem Kauf einer Immobilie geht zwar eine Bonitätsprüfung des Darlehensnehmers einher. Diese führt aber eher zu dem positiven Ergebnis einer Darlehensbewilligung, als wenn der Darlehensnehmer außer seinem Einkommen keine anderweitige Sicherheit anzubieten hat. Immobilien gelten als erstklassige Sicherheit.

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