Schufa Score

Die Schufa oder, so der volle Name der Organisation, die Schufa Holding AG ist eine Wirtschaftsauskunftei, bei der Unternehmen bestimmte Daten von Verbrauchern abfragen können. Diese Daten erlauben den Firmen, kurz gesagt, eine Einschätzung darüber, wie es um die Bonität des jeweiligen Kunden bestellt ist. Das ist zum einen wichtig für Banken, die auf dieser Grundlage Entscheidungen über die Vergabe von Krediten treffen können. Zum anderen profitieren aber auch Händler, Mobilfunkanbieter oder andere Unternehmen, bei denen Kunden eine Dienstleistung oder ein Produkt erwerben und erst später dafür bezahlen.

Der Begriff Schufa ist die Abkürzung des Vereins, aus dem die heutige Holding hervorgegangen ist. Dieser wurde schon im Jahr 1927 gegründet, die "Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung" war bereits damals für die Beurteilung der Bonität von privaten Verbrauchern zuständig. Bis zum Jahr 2000 gab es in ganz Deutschland eine Reihe von regionalen Gesellschaften, die dann jedoch unter dem Dach der neuen Holding zusammengefasst wurden. Die Anteile an der Holding, die unter der Rechtsform der Aktiengesellschaft strukturiert wurde, halten vor allem Banken, die ihre Geschäftstätigkeit in Deutschland ausüben. Insgesamt hat die Schufa heute etwa 750 Mitarbeiter und macht einen Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro jährlich. Im Jahr 2009 konnte das Unternehmen einen Gewinn von 1,9 Millionen Euro verzeichnen.

Ermittlung des Scores besonders wichtig

Für den größten Teil der Vertragspartner der Schufa ist die Ermittlung des so genannten Schufa Scores besonders bedeutend. Für jeden Verbraucher, über den es bei der Schufa eine Akte gibt, werden darin eine Reihe von verschiedenen Einträgen zusammengefasst. Einige Beispiele dafür sind etwa der aktuelle Wohnort und häufige Umzüge, darüber hinaus aber auch die Anzahl der Bankkonten und natürlich Daten zur finanziellen Vorgeschichte des Betroffenen. Daten über Darlehen, die fristgerecht zurückgezahlt wurden oder werden finden sich in der Akte ebenso wie Daten zu Krediten, bei denen es zu einem Verzug bei den monatlichen Raten oder sogar zu einem kompletten Zahlungsausfall gekommen ist.

Auf der Grundlage dieser verschiedenen Einträge wird dann der persönliche Score-Wert des jeweiligen Verbrauchers ermittelt. Auf einer Skala zwischen 1 und 100 wird damit angegeben, wie wahrscheinlich es ist, dass die betroffene Person zum Beispiel einen Kredit fristgerecht zurückzahlen kann. Allgemein ist die Ausfallwahrscheinlichkeit dabei um so höher, je niedriger der Schufa Score ist. Allerdings ist dabei zu beachten, dass dieser Wert nicht immer gleich ist. Vielmehr berechnet er sich unter anderem anhand des jeweiligen Zwecks, so dass ein Mobilfunkanbieter zur gleichen Person einen anderen Wert erhalten kann als der Betreiber eines Onlineshops.

Mehr über den eigenen Score erfahren

Im Rahmen einer Selbstauskunft ist es auch für Verbraucher möglich, ihren eigenen Schufa Score zu erfahren. Insgesamt sind laut der Angaben des Unternehmens Daten über mehr als 65 Millionen in Deutschland lebende Personen bei der Schufa gespeichert. Trotz dieser großen Zahl ist der Anteil der Verbraucher, die eine Selbstauskunft beantragen, relativ gering; nur rund 1,5 Millionen Anfragen dieser Art werden von der Schufa pro Jahr bearbeitet. Laut Bundesdatenschutzgesetz ist jeder Verbraucher nicht nur zur Eigenauskunft, sondern auch zur Berichtigung fehlerhafter Daten berechtigt. Die Selbstauskunft muss bei der Schufa schriftlich oder im Internet beantragt werden und kann einmal pro Jahr erfolgen. Dazu muss der Interessent eine einmalige Anmeldegebühr entrichten, anschließend kann er dann seinen persönlichen Schufa Score einsehen. Dieser kann zudem für andere Zwecke genutzt werden, etwa für die Finanzierung eines Gebrauchtwagens oder beim Abschluss eines Mietvertrags.

Der persönliche Schufa Score wird als Prozentwert angegeben und insgesamt viermal jährlich aktualisiert. In jedem Fall liegt der Wert zwischen Null und 100 Prozent, höhere Zahlen zeigen dabei eine bessere Bonität. Die genaue Grundlage für die Berechnung dieses Werts ist jedoch nicht bekannt, da sie von der Schufa geheim gehalten wird. Verbraucherschützer haben dies schon häufig als mangelnde Transparenz kritisiert.

Merkmale als positive und negative Eigenschaften

Die Daten, die die Schufa zu jedem Verbraucher speichert, werden nur teilweise von dem Unternehmen selbst ermittelt. Ein wichtiger Teil sind Angaben, die in amtlichen Bekanntmachungen oder öffentlichen Verzeichnissenerscheinen. Dazu zählen etwa von einem Gericht angeordnete Zwangsvollstreckungen oder eidesstattliche Versicherungen eines Verbrauchers. Darüber hinaus stammt ein großer Teil der Daten von Kreditinstituten oder anderen Partnern der Schufa. In diesen Fällen müssen die Kunden sich allerdings zuvor damit einverstanden erklären, dass Details zu ihrer persönlichen Geschäftsbeziehung übermittelt werden. Sobald der Kunde sein Einverständnis erklärt hat, kann die Schufa die entsprechenden Daten aufnehmen und speichern. Bei positiv verlaufenden Geschäftsbeziehungen, zum Beispiel rechtzeitig zurückgezahlten Darlehen, erfolgt ein positiver Vermerk in der Akte. Andernfalls ist hingegen auch der Eintrag eines Negativmerkmals möglich. Nicht bezahlte Rechnungen oder Kreditraten können den Schufa Score also nach unten ziehen. Der größte Teil der Daten bleibt nicht nur für eine begrenzte Zeit bei der Schufa gespeichert. Sobald ein Darlehen zurückgezahlt oder eine Forderungen beglichen wurde, beginnt eine Frist von drei Jahren, nach deren Ablauf diese Daten gelöscht werden. Bei Forderungen, die einen Betrag von 1000 Euro nicht überschreiten und die im gleichen Monat an die Schufa gemeldet und beglichen werden, geschieht die Löschung sogar sofort. Daten zu einem Giro- oder Kreditkartenkonto werden gelöscht, sobald das entsprechende Konto vom Kunden aufgelöst wurde.

Viele Banken als Kunden

Die Vertragspartner der Schufa lassen sich in drei unterschiedliche Kategorien einteilen. Je nach Kundengruppe werden dabei unterschiedliche Auskünfte erteilt:
- A-Vertragspartner (Banken, Leasinggesellschaften und Kreditkartenunternehmen): Positiv- und Negativmerkmale;
- B-Vertragspartner (Telekommunikationsanbieter, Handels- und Versandhandelsunternehmen sowie andere Unternehmen, die ihren Kunden Leistungen auf Kredit anbieten): Negativmerkmale; bestimmten Kunden bietet die Schufa darüber hinaus Dienstleistungen im Bereich Risikosteuerung und Kundenbetreuung;
- F-Vertragspartner (Inkassounternehmen): Adressdaten.

Vor allem bei Kreditinstituten, die grundsätzlich als A-Vertragspartner gelten, hat die Schufa einen enorm hohen Marktanteil. Bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken liegt dieser zwischen 85 und 90 Prozent, bei Privatbanken sogar bei fast 100 Prozent. Wer als Verbraucher bei seiner Hausbank einen Kredit beantragt, sollte also wissen, dass die Bank während der Prüfung des Antrags bei der Schufa Informationen über den Kunden einholt.

Kredit aus dem Ausland zum Umgehen der Schufa-Anfrage

Alles in allem ist es also fast unmöglich, in Deutschland ein Darlehen zu bekommen, bei dem während der Prüfung keine Anfrage der Bank an die Schufa geschickt wird. Im Rahmen der Bearbeitung des Kreditantrags ist die Auskunft der Schufa über den Verbraucher einer der wichtigsten Faktoren überhaupt. Wer als Verbraucher schon eine Reihe von negativen Einträgen in seiner Akte gesammelt hat, muss sich also mit dem Gedanken anfreunden, ein Darlehen nicht oder nur unter strengen Auflagen zu erhalten. Das ist sogar dann der Fall, wenn die finanziellen Probleme der Vergangenheit angehören und man aktuell ein regelmäßiges Einkommen aus einem festen Arbeitsverhältnis bezieht. In einem derartigen Fall ist es für Privatverbraucher eine gute Alternative, sich im Ausland nach einem Darlehen zu erkundigen. Da die Schufa als deutsche Institution ausschließlich mit Banken kooperiert, die in Deutschland tätig sind, kann man auf diese Weise eine Schufa-Anfrage ganz leicht umgehen.

Kredit aus dem Ausland ohne Schufa-Eintrag

Darüber hinaus hat ein Kredit aus der Schweiz oder einem anderen Land noch einen weiteren Vorteil: Ein solches Darlehen findet keinen Eingang in die persönliche Akte bei der Schufa. Vielmehr erfolgt die Auszahlung, ohne dass eine Meldung darüber versendet wird. Somit bleibt die eigene Akte frei von einem sonst fälligen Eintrag. Oft ist das ein wichtiger Punkt für den Bankkunden. Wer etwa demnächst ein Haus kaufen möchte und dafür Förderkredite beantragen will, muss dazu in der Regel ein Darlehen bei einer deutschen Bank beantragen. Diese bearbeitet dann auch den Antrag für den Förderkredit, der von einer Institution wie der KfW lediglich ausgezahlt wird. Wer allerdings schon vorher aus einem anderen Grund ein Darlehen benötigt, kann einen Eintrag in der eigenen Schufa-Akte umgehen. Wie alt man ist und welchen Beruf man ausübt, spielt für die Vergabe eines Kredits aus dem Ausland zunächst einmal überhaupt keine Rolle. Diese Variante ist also eine gute Alternative für jeden Verbraucher.

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