Abrufdarlehen

Das Abrufdarlehen ist eine besondere Kreditform, die meist für Privatkunden zur Verfügung steht. Beim Abrufdarlehen verfügt der Kunde über eine maximale Kreditlinie, die im Gegensatz zum Dispositionskredit bei Ausschöpfung mit einem festen Tilgungsplan zurückgezahlt werden muss. Der Kunde hat also Zugriff auf eine mögliche Summe, hat aber den Vorteil eines festen Rückzahlungsbetrages mit kalkulierbarem Risiko und Kosten. Der weitere Vorteil des Abrufdarlehens liegt in seiner zeitlichen Ungebundenheit. Während andere Kreditformen meist bei der Annahme des Antrages ausgezahlt werden, entscheidet der Kreditnehmer beim Abrufdarlehen ausschließlich selbst über den Zeitpunkt der Inanspruchnahme. Weitere Vorteile liegen in den Konditionen, die sich besonders an Kunden mit erhöhtem Finanzierungsbedarf richten.

Das Abrufdarlehen im Detail

Ähnlich wie beim Dispositionskredit gibt es beim Abrufdarlehen einen Kreditrahmen indem sich der Kreditnehmer frei bewegen kann. Dabei muss das Volumen nicht in Gänze ausgeschöpft werden, allerdings wird meist nur einmal Zugriff auf den Kredit erlaubt. Eine genaue Kalkulation des finanziellen Bedarfs ist also eine der oberen Prioritäten die der Kreditnehmer beachten sollte. Das Abrufdarlehen hat, im Gegensatz zum Dispositionskredit, auch keinen höheren oder flexiblen Zinssatz, was bedeutet, dass der Kreditnehmer nicht nur seinen Bedarf, sondern auch seine Kosten genau kalkulieren kann. Bei einem Abrufdarlehen handelt es sich meist um ein Blankodarlehen. Das bedeutet, dass für eine Inanspruchnahme keinerlei Sicherheiten vorgezeigt werden müssen. So entfallen für den Kreditnehmer häufig die Bürgen oder Wertverschreibungen auf Immobilien oder Wertgegenstände. Das bedeutet jedoch nicht, dass die üblichen gesetzlichen Vorschriften keine Anwendung erfahren. Es gelten die Regelungen des deutschen, beziehungsweise europäischen Rechts. Weiterhin ist das Abrufdarlehen flexibel in der Rückzahlung. Es ist dem Kreditnehmer also durchaus erlaubt, eine Pause bei der Rückzahlung einzulegen oder eine längere Frist zum Beginn der Rückzahlungsphase verstreichen zu lassen. Während dieser Zeit werden die Zinsen meist weiter aufgeschlagen, allerdings bieten viele Kreditgeber besondere Konditionen die es dem Kunden ermöglichen die Kosten im Griff zu behalten. Zudem fällt der Zins auch nur auf den wirklich geliehenen Betrag, nicht auf den verfügbaren Betrag an. Das Abrufdarlehen ist bei Kunden gerade deshalb so beliebt, weil es eine flexible Auszahlung ermöglicht. So kann die Kreditlinie zwar beansprucht werden, allerdings zwischen einer Teil- oder Vollauszahlung gewählt werden. In der Praxis finden solche Kreditformen gerade während einer Ausbildungs- oder Erholungsphase des Kreditnehmers Anwendung. In den meisten Gebührenmodellen gibt es keine zusätzlichen Kosten bei der Inanspruchnahme und der Abzahlung der Kredite. Lediglich die obligatorische Beratungs- und Annahmegebühr sowie natürlich die Zinsen werden hinzugerechnet. Auch bieten viele Anbieter Modalitäten für eine günstige und verfrühte Rückzahlung des Saldos an. Dass das Abrufdarlehen in der Kreditwirtschaft nicht sonderlich beliebt ist, liegt an den zu bildenden Sicherungseinlagen. Diese müssen per Gesetz den gesamten zur Verfügung gestellten Kreditrahmen umfassen und behindern somit Anbieter in ihrer Geschäftstätigkeit.

Flexibel, kundenfreundlich

Das Abrufdarlehen ist wohl eine der beliebtesten und kundenfreundlichsten Darlehensformen auf dem Kreditmarkt. Für Anbieter ist diese Darlehensform aber meist unattraktiv, da das jeweilige Kreditinstitut den gesamten Kreditrahmen als Sicherungseinlage zurückstellen muss. In der Praxis sind es gerade Institute mit staatlichem Auftrag, die Abrufdarlehen anbieten. Angebote gibt es vor allem für Studien- und Studienbeitragsdarlehen, Hausrenovierungen, Existenzgründungen und andere gewerbliche oder private Unternehmungen die Kapital benötigen. Gerade weil bei einem Abrufdarlehen meist keine Sicherheiten verlangt werden, muss der Kunde sich hier auf bestimmte Angebote einschränken oder die Verwendung des Geldes im Antrag genau erklären. Ein Abrufdarlehen ist aufgrund seiner für Anbieter ungünstigen Struktur eines der wenigsten angebotenen Kreditangebote auf dem deutschen Markt, ist aber bei Kunden sehr beliebt.

Größeres Angebot bei ausländischen Krediten

Wer sich sein Ablaufdarlehen außerhalb des deutschen Rechtsraumes sucht, der kann sich sicher sein eine höhere Erfolgsaussicht zu haben. Denn aufgrund obig erwähnter Einschränkungen ist es in Deutschland für Anbieter eher unattraktiv diese Kreditform anzubieten. Ausländische Anbieter unterliegen dabei allerdings anderen Bestimmungen und, sofern sie innerhalb der EU agieren, dem EU-Recht, welches in diesem Bereich etwas flexibler gestaltet ist. Zwar bleiben bei einem Abrufdarlehen aus dem Ausland die Rahmenbedingungen gleich, allerdings müssen ausländische Banken häufig keine Sicherungseinlage über den ganzen Kreditrahmen tätigen und unterliegen meist auch anderen Voraussetzungen in Sachen Zinsbindung und Vertragsgestaltung. Das muss nicht unbedingt zum Nachteil für den Kunden werden, denn häufig gibt es noch günstigere Konditionen bei Rückzahlung und Aufstockung die gerade für private Kunden äußerst attraktiv sein können. Wer ein Abrufdarlehen im Ausland beantragen möchte, der sollte sich vorab unbedingt über die länderspezifischen Rechte und die individuellen Vertragskonditionen informieren, kann sich aber sicher sein, dass er mit diesem Darlehen auf alle Fälle eine sinnvolle Darlehensform für langfristige Investitionen mit unsicherem Finanzbedarf wählt. Gerade für Existenzgründer oder Unternehmen mit stark projektorientierter Arbeitsweise ist diese Darlehensform eine ideale Lösung.

Fazit: Verbraucherfreundlich und beliebt

Das Abrufdarlehen erfreut sich, aufgrund seiner günstigen Bedingungen, bei Kunden allergrößter Beliebtheit. Gerade für Projekte mit unsicherem Finanzierungsbedarf ist diese Form des Kredits die ideale Lösung, ist doch eine feste Obergrenze gesetzt, der reelle Bedarf allerdings frei wählbar. Das mangelnde Angebot liegt innerhalb Deutschlands an der einschränkenden Rechtslage, allerdings gibt es hier für soziale und lebensnotwendige Bedürfnisse eine bedarfsgerechte Deckung durch staatliche und halbstaatliche Anbieter, ebenso wie durch private und kommerzielle. Wer sich für ein Abrufdarlehen interessiert, der sollte also unbedingt die unterschiedlichen Angebote vergleichen und seine Planungen entsprechend aufstellen um den maximal benötigten Kreditrahmen im groben Umfang schätzen zu können. Aufgrund der fehlenden Sicherheiten ist eine grobe Kalkulation der maximalen Finanzierungslücke sehr wichtig, denn die meisten Kreditgeber interessiert vor allem dieser Aspekt. Wer in Deutschland nicht fündig wird, der kann sich gut und gerne für einen ausländischen Anbieter entscheiden. Wichtig ist für Kreditnehmer nur, dass der Vertrag innerhalb des Hoheitsgebiets der EU abgeschlossen wird, so unterliegen beide Seiten dem europäischen Recht und den damit verbundenen Verbrauchergesetzen. Weiterhin sollte man als Kreditnehmer immer die Möglichkeit von Rückzahlungsproblemen einplanen und sich dementsprechend absichern um seine Rechte in Gänze wahren zu können.

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