Geld

Der Begriff Geld stammt sowohl vom indogermanischen Wort Gold als auch vom althochdeutschen Wort für Wert ab. Ursprünglich war dieser Begriff in Verbindung mit Opfergaben zu sehen, aber ab dem 14. Jahrhundert wurde der Begriff für Zahlungsmittel insbesondere Münzen verwendet.

Geld wird in zwei Kategorien unterteilt. Diese sind auf der einen Seite die materielle und auf der anderen Seite die immaterielle Form. Zu der materiellen Art gehört vor allem das Bargeld, also Banknoten und Münzen, während zu dem immateriellen Geld vor allem Kredite und Bankguthaben zählen.

Die in einem Land genutzte Sorte von Geld heißt Währung. In erster Linie ist Geld ein überall angesehenes und akzeptiertes Tauschmittel, das immer weiter verwendet werden kann. Darüber hinaus gilt es als Studienobjekt verschiedener Fachrichtungen der Wirtschaftswissenschaften, Philosophie und der Soziologie.

Die Funktion von Geld

Geld findet eine Definition in der Volkswirtschaftslehre. Hier versteht man es vor allem als Zahlungsmittel, welches den Tausch von Gütern vereinfacht und seinen Wert behält.

Das Geld und seine Geschichte 

In der Vergangenheit wurden viele unterschiedliche Materialien wie etwa Gold, Silber, aber auch Muscheln als Zahlungsmittel und somit als Geld eingesetzt. Dieses Geld wird als Warengeld bezeichnet. Warengeld zeichnet sich dadurch aus, dass es entweder aus Naturalien wie etwa Getreide (Naturalgeld) oder aus Schmuckstücken bzw. Gold und Silber (Schmuckgeld) besteht. Aber auch Tiere können als Zahlungsmittel eingesetzt werden.

Im Mittelalter wurde das Gewichtsgeld verwendet. Hier wurde das Gewicht von Gold und Silber etwa als Wert eingesetzt.

Das Kreditgeld

In der weiteren Geschichte kam immer mehr das Kreditgeld auf. Dieses war dazu bestimmt, Forderungen eines anderen zu befriedigen. In der heutigen Zeit ist dieses Geld sehr verbreitet, denn jedes Darlehen zählt zum Kreditgeld.

Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Währungen der einzelnen Länder in der Regel durch Gold- oder Silberstandards definiert. Hier wurden Preise in den jeweiligen Gold- oder Silbermengen angegeben. Gold hatte jedoch einen Sonderstatus und wurde in der Regel dazu benutzt, Forderungen aus dem Ausland zu begleichen. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde Silber als Standard durch Gold abgelöst.

Bis zu Beginn des Ersten Weltkrieges herrschte in Deutschland ein sehr gutes, stabiles Währungsverhältnis. Dadurch gab es kaum Kursunterschiede in den einzelnen Geldformen. Auch war der Wechsel zwischen den einzelnen Ländern äußerst stabil.

In der weiteren Folge des 20. Jahrhunderts fielen die Währungsstandards weg. Sie wurden durch politische Maßnahmen, die eine Preisstabilität gewähren sollten und auch heute noch sollen, der einzelnen Zentralbanken ersetzt.

Geld in Form von Münzen

Münzgeld wurde erstmals im 7. Jahrhundert v. Chr. verwendet. Durch seine Einführung wurde der Handel wesentlich erleichtert. Das Münzgeld hatte immer die gleiche Form, das gleiche Gewicht und Aussehen. Statt einer Wägung konnte eine Zählung erfolgen. Durch diese Gleichheit unterlag es auch keinem Wechselkurs oder musste in Gold- bzw. Silberwerte umgerechnet werden. Im Verlauf der Geschichte kam es allerdings auch dazu, dass privat geprägtes Münzgeld mehr angesehen war als das staatliche. Der Grund hierfür lag in der Prägequalität, die bei dem privaten Geld höher war und somit schwerer zu fälschen war.

Papiergeld: Die ersten Geldscheine

Das erste Papiergeld entstand im 11. Jahrhundert in China. Es sollte als Ersatz bzw. Vertretung bei einem Mangel oder Engpass von Münzgeld verwendet werden. Dieses erste Papiergeld kann als Schuldschein verstanden werden, denn sie forderten den Inhaber auf, den Gegenwert in Münzen auszuzahlen.

Im Vergleich zu China wurde das Papiergeld in Europa erst Ende des 15. Jahrhunderts in Spanien eingeführt. Es folgten die Niederlande, Schweden und Frankreich. In Deutschland wurde die Banknote als Zahlungsmittel erst im Laufe des 19. Jahrhunderts eingeführt und neben der Münze auch akzeptiert. Seinen Gegenwert fand das Papiergeld in dem Vertrauen, es jederzeit in Münzen umtauschen zu können. Aber auch der Handelswechsel wurde zur Sicherung der Banknote akzeptiert.

In der heutigen Zeit, in welcher der Euro verwendet wird, sind solche Deckungen nicht mehr gegeben. Hier werden vielmehr die Forderungen der Europäischen Zentralbank gegenüber anderer Kreditinstitute als Deckung eingesetzt.

Geld und die EZB

Dies sieht folgendermaßen aus: Wenn eine Bank Geld von der EZB benötigt, fordert diese wie bei einem üblichen Kredit im privaten Bereich auch ausreichend Sicherheiten von der betreffenden Bank, dem Kreditnehmer. Diese Sicherheiten können unter anderem Schuldtitel sein, die von der öffentlichen Hand, also dem Staat her, stammen.

Die EZB ist im Vergleich zu den früheren Verfahren auch nicht dazu verpflichtet, Geld in einem festgesetzten Gegenwert bzw. einer festgesetzten Menge Silber oder Gold zu tauschen.

Papiergeld ist kostengünstig und ohne großen Aufwand herzustellen. Es kann mit einem Banknotenmonopol wie es etwa die EZB besitzt zum gesetzlich vorgeschriebenen Zahlungsmittel erklärt werden. Wenn die Ausgabe von Papiergeld zu groß wird, kommt es zu einer Inflation, das bedeutet, es sind Preissteigerungen und ein Kaufkraftverlust die Folge. Dies resultiert vor allem aus der Vergangenheit, in der Papiergeld in hohem Maße gedruckt worden war, um Kriege zu finanzieren.

Buchgeld: Zahlungsverkehr ohne bares Geld

Unter Buchgeld (Giralgeld) versteht man den Anspruch auf Zahlung von Geld eines Kunden gegenüber einer Bank. Dieser Begriff stammt aus der Zeit, in der Konten noch schriftlich in sogenannten Kontenbüchern geführt wurden. Die Bestände auf den Konten heißen Sichtguthaben. Sichtguthaben müssen durch die Bank jederzeit an den Kunden auf Verlangen ausgezahlt werden können.

In der heutigen Zeit wird das Buchgeld meist elektronisch über EDV-Systeme geführt und verwaltet und bildet die Basis des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Die Sichtguthaben entstehen auf unterschiedliche Weisen. Diese können Einzahlungen von Bargeld, Bewilligung von Krediten oder elektronische Überweisungen sein. Der Inhaber eines solchen Sichtguthaben kann auf diesen Wegen aber auch Zahlungen vornehmen, das heißt Überweisungen auf andere Konten tätigen oder Bargeld abheben bzw. auszahlen lassen oder auch Schecks ausstellen.

Durch die Möglichkeit der Überweisungen sind Sichtguthaben neben dem Bargeld auch zum Zahlungsmittel geworden. Im Gegensatz zum Bargeld ist das Buchgeld bzw. Sichtguthaben kein gesetzliches Zahlungsmittel und muss daher nicht angenommen werden.

Elektronisches Geld

Neben den bisher bekannten Formen des Geldes (Münzgeld, Papiergeld und Buchgeld) gibt es heute auch noch das elektronische Geld. Dieses Geld ist eine Art des Buchgeldes. Anwendung findet diese Form in der Regel bei den sogenannten Geldkarten. Diese erhalten per Datenübertragung einen bestimmten Wert, der dann dem Inhaber zur freien Verfügung steht. Elektronisches Geld ist lediglich eine Forderung gegenüber dem Herausgeber in der bestimmten Höhe, es stellt keinen Kredit dar. Kreditkarten gehören nicht zu dieser Art des Geldes.

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