Schufa Eintrag

Was bedeutet ein "Schufa Eintrag" für mich? Mit dem Begriff Schufa wird allgemein die Schufa Holding AG bezeichnet. Der Name ist eine Abkürzung für den Namen eines Vereins, der bereits im Jahr 1927 gegründet wurde, damals noch unter dem Namen "Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung".

Dieser ursprünglich in Berlin ansässige Verein war die Keimzelle für die heutige Schufa. Im Jahr 2000 wurden dann verschiedene regionale Gesellschaften mit der Bundes-Schufa verschmolzen und unter dem Dach einer neuen Holding verschmolzen.

Anteilseigner dieser als Aktiengesellschaft organisierten Holding mit Sitz im hessischen Wiesbaden sind kreditgebende Unternehmen, also in erster Linie die auf dem deutschen Markt tätigen Banken. Mit rund 750 Mitarbeitern erwirtschaftet das Unternehmen einen jährlichen Umsatz von über 100 Millionen Euro, der Gewinn lag im Jahr 2009 bei 1,9 Millionen Euro.

Bekannt ist die Schufa den meisten Bürgern für ihren Schufa Eintrag. Aber wieso und weshalb entsteht dort ein Schufa Eintrag?

Rund 100 Millionen Schufa-Anfragen pro Jahr

Als Wirtschaftsauskunftei ist der wichtigste Geschäftszweck der Schufa, Kunden und Vertragspartner vor dem Ausfall von Darlehen zu schützen. Darüber hinaus betont die Schufa, dass sie mit ihren Dienstleistungen dazu beiträgt, Privatverbraucher vor einer möglichen Überschuldung zu schützen.

Insgesamt besitzt die Schufa nach eigenen Angaben weit über 450 Millionen Einzeldaten von mehr als 65 Millionen natürlichen Personen in Deutschland. Rund drei Viertel aller Deutschen sind also mit mindestens einem Schufa-Eintrag dort erfasst.

Jahr für Jahr werden von der Schufa mehr als 100 Millionen Anfragen zur Kreditwürdigkeit bearbeitet. Nur ein sehr kleiner Teil davon, etwa 1,5 Millionen, betrifft Selbstauskünfte, bei denen Verbraucher die zu ihrer Person gespeicherten Daten einsehen wollen. Zu einer solchen Eigenauskunft und zur Berichtigung von fehlerhaften Daten ist jeder Verbraucher laut Bundesdatenschutzgesetz berechtigt.

Sie kann einmal jährlich schriftlich beantragt werden. Dafür wird eine einmalige Anmeldegebühr bei der Schufa fällig. Allerdings können Nutzer diese Schufa-Verbraucherauskunft auch für andere Zwecke verwenden, zum Beispiel als Bonitätsnachweis gegenüber einem Vermieter.

Hoher Marktanteil der Schufa im Bankensektor

Zu den Geschäftspartnern der Schufa zählen verschiedene Kundengruppen. Diese werden in drei verschiedene Kategorien eingeteilt und erhalten unterschiedliche Auskünfte:

  1. A-Vertragspartner (Banken, Kreditkartenunternehmen und Leasinggesellschaften): Positiv- und Negativmerkmale;
  2. B-Vertragspartner (Handels- und Versandhandelsunternehmen, Telekommunikationsanbieter und andere Firmen, die Lieferungen und Leistungen auf Kredit anbieten): Negativmerkmale; zudem bietet die Schufa für bestimmte Kunden Dienstleistungen im Rahmen der Risikosteuerung und Kundenbetreuung an;
  3. F-Vertragspartner (Inkassounternehmen): Adressdaten.

 

Im Bereich Banken, die als A-Vertragspartner eingestuft werden, nutzen fast alle Privatbanken in Deutschland die Schufa. Bei den Genossenschaftsbanken und Sparkassen liegt der Marktanteil der Schufa zwischen 85 und 90 Prozent. Verbraucher, die ein Darlehen bei einer Bank beantragen wollen, können also damit rechnen, dass im Rahmen der Prüfung des Kreditantrags von der Bank eine Anfrage bei der Schufa erfolgt.

Daten aus Schufa Eintrag dürfen nur mit Einverständnis übermittelt werden

Bereits im Jahr 1985 erließ der Bundesgerichtshof sein bis heute wirksames Schufa-Urteil. Darin wurde vor allem festgelegt, dass Kundendaten nur an die Schufa übermittelt werden dürfen, wenn die betroffene Person mit der Übersenden und Speichern der Daten einverstanden ist. Diese Schufa-Klausel gilt noch immer, in der Praxis erfahren Bankkunden das zum Beispiel bei der Eröffnung eines neuen Kontos.

Allerdings werden bei der Schufa nicht nur solche Daten gespeichert, die das Einverständnis des jeweiligen Verbrauchers voraussetzen. Vielmehr speichert das Unternehmen auch Angaben, die zum Beispiel in öffentlichen Verzeichnissen oder amtlichen Bekanntmachungen erscheinen. Dazu zählt etwa die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung bei einer durch ein Gericht angeordneten Zwangsvollstreckung.

Da diese Daten ohnehin öffentlich sind, bestehen dagegen keine datenschutzrechtlichen Bedenken. Umstritten ist allerdings die Frage, ob diese Daten digitalisiert werden dürfen, ohne dass der Betroffene damit einverstanden ist.

Positive und negative Merkmale: Schufa Einträge

Ermittelt werden die gespeicherten Daten nur teilweise von der Schufa selbst. In der Regel senden Kreditinstitute oder andere Vertragspartner die Daten, die ihre Kunden betreffen, an die Schufa. Sofern die Einwilligung des Kunden vorliegt, werden von der Schufa neben dem Namen, dem Geburtsdatum und der gegenwärtigen sowie eventuellen früheren Anschriften auch Daten gespeichert, die die Aufnahme und die Abwicklung von Geschäftsbeziehungen betreffen.

Werden diese vertragsgemäß abgewickelt, gehen sie als sogenannte Positivmerkmale in die Schufa ein, andernfalls werden Negativmerkmale vermerkt. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Kreditraten oder Rechnungen nicht rechtzeitig oder überhaupt nicht gezahlt werden.

Die Daten bleiben nicht für unbegrenzte Zeit in der Schufa-Akte eines Verbrauchers. Wenn offene Forderungen beglichen oder Kredite zurückgezahlt werden, werden diese Daten in der Regel nach drei Jahren beziehungsweise zum Ende des dritten Kalenderjahres gelöscht. Forderungen über einen Betrag von weniger als 1000 Euro, die innerhalb eines Monats gemeldet und erledigt werden, werden zudem sofort aus der Akte getilgt.

Bei Daten, die sich auf ein Kreditkarten- oder Girokonto oder auf spezielle Handels- oder Versandhandelskonten beziehen, geschieht das Löschen der Daten nach der Auflösung des jeweiligen Kontos.

Schufa Eintrag & Score als Entscheidungsgrundlage für Unternehmen

Die für viele Vertragspartner wichtigste Dienstleistung der Schufa ist das sogenannte Scoring. Auf der Basis der einzelnen Schufa-Einträge wird für jeden Verbraucher dessen persönlicher Score-Wert ermittelt. Dieser Wert liegt zwischen 1 und 100 und gibt an, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein an den Verbraucher ausgezahltes Darlehen nicht zurückgezahlt werden kann.

Grundsätzlich gilt dabei die Regel, dass die Ausfallwahrscheinlichkeit bei einem niedrigen Wert höher ist. Allerdings ist der Score-Wert auch vom Zweck abhängig, für den dieser ermittelt wird. Eine Versicherungsgesellschaft erhält zum Beispiel einen anderen Wert als ein Mobilfunkanbieter, der zur gleichen Person eine Anfrage stellt.

Die Berechnung des Score-Wertes geschieht auf der Basis verschiedener Werte. Unter anderem geht darin ein, ob der Verbraucher häufig umzieht oder wie viele Bankkonten er besitzt. Bei einer Selbstauskunft können Verbraucher ihren Basisscore erfragen. Dieser wird dabei in Prozent angegeben und nach Ablauf von drei Monaten erneut berechnet. Der Wert liegt zwischen Null und 100 Prozent.

Je höher der Wert ist, desto besser ist der persönliche Score-Wert, allerdings ist ein Wert von 100 Prozent nur theoretisch möglich. Wie genau die Score-Werte berechnet werden, wird von der Schufa nicht kommuniziert. Diese fehlende Transparenz im Schufa Eintrag ist einer der größten Kritikpunkte für Verbraucherschützer.

Schufa Eintrag mit Kredit aus dem Ausland umgehen

Wie bereits oben erwähnt ist es in Deutschland kaum möglich, einen Kredit zu erhalten, ohne dass im Rahmen der Prüfung des Antrags von der jeweiligen Bank eine Anfrage bei der Schufa gestellt wird und ohne, dass der Kredit ohne Schufa Eintrag auskommt. Die Auskunft von der Schufa über die Bonität des Antragstellers (samt Schufa Eintrag) ist ein wesentlicher Faktor bei der Entscheidung über den Antrag.

Verbraucher, die in ihrer Schufa Akte bereits zahlreiche Einträge und eventuell sogar einige Negativmerkmale haben, die noch nicht getilgt wurden, müssen sich also auf Schwierigkeiten bei der Kreditvergabe aufgrund Ihres Schufa Eintrags einstellen. Das gilt selbst dann, wenn man nach finanziellen Problemen in der Vergangenheit nun in einem festen Arbeitsverhältnis ist und ein regelmäßiges monatliches Einkommen nachweisen kann.

In einem solchen Fall kann es sich für den Antragsteller durchaus lohnen, sich nach einem Kredit aus dem Ausland zu erkundigen. Grundsätzlich arbeitet die Schufa nur mit Banken zusammen, die auf dem deutschen Markt tätig sind; ein Kredit ohne Eintrag bei der Schufa ist eine Option:

Will man als Verbraucher eine Anfrage bei der Schufa also in jedem Fall umgehen, kann man einen Kredit ohne Schufa Anfrage auch bei einer Bank in der Schweiz oder in einem anderen Land beantragen.

Kein Schufa Eintrag für Darlehen aus dem Ausland

Ein weiterer Vorteil bei einem Kredit aus dem Ausland ist die Tatsache, dass auch kein Eintrag bei der Schufa erfolgt. Wird das Darlehen ausgezahlt, geschieht dies ohne eine Meldung an die in Deutschland ansässige Schufa.

Auf diese Weise wird die eigene Akte nicht durch einen derartigen Eintrag belastet. Das kann zum Beispiel dann von Vorteil sein, wenn man darüber nachdenkt, ein Haus zu kaufen und die dafür nötigen Darlehen in Deutschland aufzunehmen. Will man etwa Förderkredite in Anspruch nehmen, ist dies meist nur über die Hausbank möglich, ein Darlehen aus dem Ausland ohne Schufa Eintrag kommt in diesem Fall also nicht in Frage.

Benötigt man jedoch zuvor bereits einen Kredit für einen anderen Zweck, kann man sich den Eintrag in seiner persönlichen Schufa-Akte ersparen. Grundsätzlich ist ein solches Darlehen ohne besagten Schufa Eintrag für alle Berufsgruppen verfügbar, Beim Vergleich von verschiedenen Konditionen sollte man als Bankkunde zumindest einen Blick auf entsprechende Angebote werfen.

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