Annuität

Der Begriff Annuität oder Annuitätsrate leitet sich aus dem Lateinischen vom Wort annus ab. Annus steht hier für das gesamte Jahr. Übergreifend bezeichnet die Annuität also die Zinsen und die Tilgung, die im Laufe eines Finanzjahres auf einen Kredit anfallen.

Da im Kreditbereich jedoch nicht jährlich, sondern meistens monatlich gezahlt und daher auch abgerechnet wird, ändert sich die Annuität beim Kredit jeden Monat. Denn die Annuität setzt sich zum einen aus dem vorliegenden Zins, zum anderen aber auch aus den bereits getätigten Rückzahlungen zusammen.

Am Anfang des Kreditvertrages stehen sich der Zinssatz und die Tilgungssumme dabei ausgeglichen gegenüber. Mit jeder Rückzahlung, die getätigt wird, wird die Restschuld jedoch geringer. Das hat zur Folge, dass sich der Tilgungsanteil in der Annuitätsrechnung erhöht, was wiederum den Zinsanteil senkt. In der jährlichen Summe ergeben die Zinsen und die Tilgung aber immer eine gleichbleibende Annuität, die über die gesamte Laufzeit des Kredits oder des Darlehens anhält.

Um dem Kreditnehmer die finanzielle Planung zu erleichtern, passt man die Rückzahlungsrate beim Annuitätendarlehen nicht jeden Monat erneut an, sondern beruft sich erst am Ende - falls notwendig - auf jeweilige Anpassungen. Im besten Fall geht die Rechnung aber auf und der vereinbarte Teil der Restschuld ist nach Ablauf eines Jahres beglichen.

Auf lange Sicht lässt sich die Höhe der Annuität übrigens oft senken, wenn man sich nicht für ein monatliches, sondern für ein viertel-, halb- oder gar jährliches Zahlungsintervall entscheidet. Diese Option bieten aber nicht alle Kreditgeber in allen vorhandenen Kredit- und Darlehensangeboten an. Hier muss man also eventuell etwas genauer vergleichen oder suchen.

Geschichte der Annuität

Die Geschichte der Annuität beginnt im alten Rom, denn dort hatte man sich bereits in der Antike bei allen wichtigen Ämtern oder auch Kredit-, Wert- und Geldgeschäften auf das Annuitätsprinzip berufen. Ursprünglich bezog man sich hier auf besetzte Ämter. Um sicherzugehen, dass niemand sein hohes Amt ausnutzte und sich seiner Aufgaben bewusst war, wurden alle Ämter Jahr für Jahr neu besetzt. Das Annuitätsprinzip hatte also die Aufgabe, eine gewisse Ordnung in alle Ämter zu bringen.

Nachdem es in der Politik nach jahrelanger Korruption große Wirkung gezeigt hatte, übertrug man das Prinzip der Annuität schließlich auch angepasst auf die Wirtschaft. Hier sagte das Annuitätsprinzip aus, dass man geliehene Gelder, Grundstücke oder Sachgegenstände, sofern dies nicht ausdrücklich anders vereinbart wurde, spätestens nach Ablauf eines Jahres an den eigentlichen Besitzer zurückgeben musste. Gleichzeitig verhandelte man im Voraus Überschüsse oder andere Wertgeschenke, die sozusagen als antike Zinsen mit entrichtet wurden.

Aber der Handel nutzte das Prinzip schließlich ebenfalls, indem er Waren vorab "verkaufte" und sich für Mehrkosten auf eine spätere Zahlung, etwa am Monatsende oder Monatsanfang, bereit erklärte. Erst Jahrhunderte später gelangte das Annuitätsprinzip nach Europa, allerdings wird dieses als solches heute ausschließlich mit der Politik und mit der Wirtschaft in Verbindung gebracht.

Annuität im Kreditwesen

In den Wirtschaftswissenschaften und in der dazugehörigen Finanzmathematik findet sich die Annuität wieder, die übergreifend eine jährliche Zahlung betitelt; eine Zahlung, die aus den tragenden Teilen des Zinses und der Tilgung besteht. Hier unterscheidet man übrigens streng zwischen der konstanten und der variablen Annuität. Denn wenn man im übergreifenden Finanzwesen von einer konstanten Annuität spricht, ist hier wirklich die jährliche Tilgung der Restschulden gemeint.

Die Begriffe einer konstanten und variablen Annuität finden sich aber auch im Kreditwesen. Denn während sich das beliebte und häufig verwendete Model des Tilgungsdarlehens an einer variablen Annuität bedient, bedient sich das Annuitätendarlehen an einer konstanten Annuitätsrate.

Die Annuität, das Annuitätendarlehen und das Tilgungsdarlehen

Ein Annuitätendarlehen ist ein Darlehen, das durch gleichbleibende (konstante) Raten stets einen unveränderten Rückzahlungsbetrag vorlegt. Bei diesem wird nicht die Höhe der Rate bei voranschreitender Tilgung angepasst, sondern der Zinssatz, welcher anteilig gesenkt wird. Das Gegenteil stellt das Tilgungsdarlehen dar, welches die variablen Raten monatlich an die sinkende Restschuld anpasst.

Welche Art von Darlehen in welchem Fall das richtige ist, kommt auf die eigenen Belange an. Denn durchschnittlich beginnt man beim Tilgungsdarlehen verständlicherweise mit sehr viel höheren Rückzahlungssummen, als es beim Annuitätendarlehen der Fall ist. Dafür bleibt die monatliche finanzielle Belastung der Rückzahlungen gleich und ist für manche Kreditnehmer so besser kalkulierbar.

Andere Kreditnehmer nutzen hingegen den Vorteil, dass die Raten beim Tilgungsdarlehen zum Ende hin erheblich schrumpfen und die Tilgungszeit beim Tilgungs- oder Ratenkredit meistens hinzukommend eine erheblich kürzere ist. Dadurch sinkt natürlich die Summe der Zinsen, die man für seine Anleihe während der Dauer der Restschuldbegleichung entrichten muss.

Kalkulierbare Darlehen dank Annuität

Da ein Annuitätendarlehen als besser kalkulierbar gilt, bieten die meisten Kreditgeber Privatdarlehen bevorzugt als ein solches an. Ausnahmen stellen Kredite, mit geringeren Kreditsummen und Laufzeiten dar. Vor allem die, die nicht unbedingt in einem Jahr, sondern in einem halben Jahr oder in einem Dreivierteljahr getilgt werden sollen. Das Annuitätendarlehen kommt in Deutschland hingegen unter anderem oft im Bereich der Immobilien- und Hypothekenfinanzierung zum Einsatz. Hier wird der monatliche Zinssatz üblicherweise für mindestens fünf Jahre festgelegt.

Bei kleineren Kreditsummen kann die Laufzeit des Kreditvertrages auch kürzer sein, was sich ebenfalls auf die Zinsen auswirkt. Je höher der Kreditbetrag ist, umso höher wird meistens auch die Laufzeit und die damit verbundenen Zinsen, die pro Jahr entrichtet werden müssen. Der Zinssatz kann übrigens auch, je nach Dauer der Gesamtlaufzeit des Kreditvertrages, festgeschrieben werden. Das hat den Vorteil, dass man auch bei steigenden Zinsen von den festgesetzten günstigen Zinssätzen profitieren kann.

Allerdings wird die Zinshöhe bei einem niedrigeren effektiven Jahreszins nicht angepasst. Das bedeutet, dass ein vom Kreditnehmer angetretenes Darlehen auch in diesem Fall erst nach Ablauf der festgesetzten Zeit gekündigt werden kann. Hier kann der Kreditnehmer entscheiden, ob er den Kredit komplett auslösen (mit einem Mal zurückzahlen) will oder ob er eine neue Höhe der Annuität oder der Zinsen verhandeln möchte.

Viele Kreditnehmer nutzen diese Möglichkeiten, um sich während der Dauer des Kredits nach einem profitableren Kreditangebot oder Kreditgeber umzusehen. Letzterer löst die Restschuld folglich beim ehemaligen Geldinstitut ab und der Kunde kann seine Restschuld zukünftig unter den neuen und vorteilhafteren Konditionen beim neuen Anbieter tilgen.

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