Bearbeitungsgebühr Kredit

Kredite lassen sich grundsätzlich in zwei verschiedene Kategorien einteilen. Zum einen gibt es den Bankkredit und zum anderen den Privatkredit. Wie der Name bereits sagt, wird ein Bankkredit von Banken und Kreditinstituten und ein Privatkredit von privaten Personen gewährt.

Bankkredite werden sowohl an Privatpersonen, Unternehmen und Selbstständige vergeben. Das Prinzip sieht immer einen Kreditgeber und einen Kreditnehmer vor. Der Kreditgeber, also die Bank oder das Kreditunternehmen macht dem Kreditnehmer ein Angebot über eine Summe, die er ihm zur Verfügung stellt.

Der Kreditnehmer wiederum muss diese Summe in einer bestimmten Laufzeit, meistens zwischen 12 und 84 Monaten an den Kreditgeber zurück zahlen. Und zwar zahlt er hier nicht nur die eigentliche Kreditsumme zurück, sondern auch noch Zinsen und eine Bearbeitungsgebühr.

Kreditvertrag regelt Bearbeitungsgebühr

Ein Kreditvertrag unterliegt dem allgemeinen Schuldrecht nach BGB und sichert den Vertragsparteien die sogenannte Vertragsfreiheit zu. Ein Kredit oder auch Darlehen ist also ein schuldrechtlicher Vertrag, der die Überlassung von Geld und die Rückzahlungsverpflichtung regelt. Erst wenn ein Angebot des Darlehensgebers vorliegt und dieses vom Darlehensnehmer angenommen wurde, kommt ein Darlehensvertrag zustande.

Wenn der Kredit- oder Darlehensvertrag rechtswirksam zustande gekommen ist, weil die vereinbarten Voraussetzungen vorliegen, müssen sowohl Kreditgeber als auch Kreditnehmer diesen Vertrag erfüllen. Das heißt, dass das Kreditinstitut die Darlehenssumme auszahlen und der Kreditnehmer in der vereinbarten Laufzeit die Raten pünktlich und in voller Höhe an die Bank zurückzahlen muss, und zwar inklusive der vereinbarten Zinsen sowie der eventuellen Bearbeitungsgebühr.

Bedingungen für einen Kredit

Es ist auch möglich, dass zwei oder mehrere Kreditnehmer einen Kredit bei der Bank oder dem Kreditinstitut beantragen. Dies hat für die Kreditnehmer den Vorteil, dass die Banken in diesen Fällen meistens eher geneigt sind, einen Kredit zu vergeben, da es mehrere Personen gibt, bei denen sie ihr Geld einfordern können, falls einer in Zahlungsschwierigkeiten gerät.

Als Voraussetzung für die Gewährung eines Kredites stellen die Kreditinstitute einige Bedingungen, die vom Kreditnehmer zu erfüllen sind. Zum einen ist ein unbefristeter Arbeitsplatz mit einem regelmäßigen Einkommen in entsprechender Höhe von Vorteil. Auch sollten keine negativen Einträge in der Schufa vorliegen und die vorgenommene Haushaltsrechnung sollte einen Überschuss aufweisen, so dass die Kreditraten auch getragen werden können.

Erst wenn alle diese Voraussetzungen erfüllt sind wird der Kreditgeber die Darlehenssumme frei geben.

Bearbeitungsgebühren für jeden Kredit?

Banken, Sparkassen und Kreditinstitute gehen bei der Vergabe von Krediten unterschiedlich mit der Bearbeitungsgebühr um. Für den entstandenen Verwaltungsaufwand, sprich das Beratungsgespräch vor Aufnahme eines Kredites, die Prüfung der Bonität und die abschließende Kreditentscheidung, stellten bis vor Kurzem einige Banken eine sogenannte Bearbeitungsgebühr in Rechnung. Diese findet sich in den Kreditunterlagen aufgeführt und wird auf die monatliche Ratenzahlung mit aufgeschlagen.

Bei der Bearbeitungsgebühr handelt es sich um einen bestimmten Prozentsatz der Kreditsumme, die vor Auszahlung des Kredits von der Kreditsumme abgezogen oder auf diese aufgeschlagen wird. Die Bearbeitungsgebühr fällt nur einmalig an bzw. kann bei verschiedenen Banken auch aufgeteilt werden in eine Abschlussgebühr sowie eine Gebühr für die abschließende Abwicklung des Vertrages nach Beendigung der Laufzeit.

Die Bearbeitungsgebühr fließt in die monatliche Berechnung der Kreditraten mit ein und ist somit auch eine Rechengröße für die Berechnung des effektiven Jahreszins. Die Höhe dieser Bearbeitungsgebühr ist von Kreditinstitut zu Kreditinstitut unterschiedlich und kann sehr stark variieren. Bei der Aufnahme eines Kredites sollte daher der Kreditnehmer auch heute noch immer nach den Bearbeitungsgebühren fragen oder sich gezielt nach einem Angebot umsehen, welches ohne Bearbeitungsgebühr auskommt. Nach dem Urteil von 2014 sind jedoch fast alle Privatkredite ohne Bearbeitungsgebühr erhältlich.

Rechtslage Bearbeitungsgebühren Kredit

Im Mai sowie im Oktober 2014 stufte der BGH die von zahlreichen Banken verlangte Bearbeitungsgebühr als unzulässig ein. Das Urteil verbot zukünftige Bearbeitungsgebühren für Privatkredite. Zudem wurde es den Verbrauchern ermöglicht, Gebühren für Kredite zurückzufordern, die sie vor weniger als 10 Jahren bezahlt haben. Besonders betroffen waren Kreditnehmer von Ratenkrediten zur Kfz-Finanzierung und Immobilienfinanzierung.

Vielfach wurden die von den Banken bei der Kreditvergabe in Rechnung gestellten Bearbeitungsgebühren auch im sogenannten Preis-Leistungsverzeichnis der jeweiligen Bank angegeben. Auch dieses kann der Kreditnehmer in jedem Fall vor Abschluss des Kreditvertrages einsehen und sich so Klarheit über die Höhe der zu erwartenden Bearbeitungsgebühr verschaffen. Wer diese Kosten bei der Aufnahme seines Kredites schon vorher in die Rechnung mit einbezieht, kann am Ende keine bösen Überraschungen erwarten.

Bearbeitungsgebühren Kredit: Transparenz ist wichtig

Auch wenn in einem Beratungsgespräch mit den Mitarbeitern des jeweiligen Kreditinstituts offen über alle Punkte und Kosten gesprochen wird, können Überraschungen für den Kreditnehmer nach Abschluss des Vertrages ausgeschlossen werden. Neben dem Vergleich der Zinskonditionen, der Höhe der Raten sowie der unterschiedlichen Kreditsummen können Kreditnehmer beim Vergleich zwischen unterschiedlichen Anbietern auch den Punkt Bearbeitungsgebühr abhandeln um zu einem abschließenden Ergebnis zu gelangen.

Auch bei der Beendigung des Kreditvertrages konnten bis vor Kurzem bei verschiedenen Kreditgebern Bearbeitungsgebühren für die abschließende Abwicklung des Kreditvertrages anfallen. Über diese Kosten kann sich der Kreditnehmer aber auch im Vorfeld informieren, so dass direkt bei Abschluss des Vertrages die auf ihn zukommenden Kosten geklärt sind.Bei der Aufnahme eines Kredites oder Darlehens durch den Kreditnehmer ist also eine ganze Reihe von Punkten zu beachten.

Gute Vorbereitung bei Krediten mit Bearbeitungsgebühren

Um hier nicht den Überblick über die verschiedenen Gebühren sowie Kosten zu verlieren, ist eine gute Vorbereitung von Vorteil. Viele Informationen zum Thema Kreditaufnahme oder auch Bearbeitungsgebühren für einen Kredit sind auch im Internet zu finden. Wen die Informationen allerdings aufgrund ihrer Vielzahl überfordern, der sollte mit seinen Fragen und Vorbehalten in ein ausführliches Beratungsgespräch mit einem Mitarbeiter des Kreditinstitut gehen.

Hierbei kann es sinnvoll sein, sich vorab entsprechende Fragen zu notieren, damit im Gespräch nichts vergessen wird und die Bearbeitungsgebühr-Informationen nicht unter den Tisch fallen. So vorbereitet auf die Kreditaufnahme kann für Privatpersonen, Selbständige und Freiberufler die einen bestimmten finanziellen Bedarf über ein Kreditinstitut decken möchten, nichts mehr schief gehen.

Denn gerade wenn Ausgaben anstehen, die aus den monatlichen Mitteln nicht auf einmal zu stemmen sind, können der Gang zur Bank oder die Angebote der unterschiedlichen Kreditinstitute sehr lukrativ und helfend sein.

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