Fakten zum Schufa Scoring

Der Schufa-Score ist ein Scoring-Wert, mit dessen Hilfe die Bonität eines Kreditantragstellers auf einfache Weise ermittelt und dem Kreditgeber mitgeteilt wird. Der Wert setzt sich zusammen aus einer Anzahl verschiedener Einzeldaten und wird seitens der Schufa kontinuierlich und für viele Personen ermittelt. Die Schufa wird für diese Praxis häufig kritisiert, da viele Kunden keine ausdrückliche Einwilligung zur Verarbeitung der Daten geben, zumindest nicht in dem Umfang, wie die Schufa sie verarbeitet. Allerdings ist ihre Arbeit in den Paragraphen §§28,34 BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) ausdrücklich geregelt. Dieses Gesetz räumt dem privaten Verbraucher auch ausdrücklich ein Zugriffsrecht auf die von der Schufa erfassten Daten ein. Diese kann der Verbraucher auch einmal jährlich kostenlos einsehen, um allerdings Informationen über seinen genauen Score-Wert zu erhalten muss er eine Gebühr entrichten. Diese Gebühr gibt es nicht für den Schufa-Basisscore, der vorwiegend von Unternehmen im Rahmen von Finanzierungsplänen eingefordert wird. Die Schufa bekommt ihre Informationen von den an ihr beteiligten Partnerunternehmen und Kunden, sowie die öffentlichen Informationen von Behörden und Regierungsstellen. Ein Schufa-Kunde muss zwar zur Bonitätsermittlung keinen Schufa-Wert abfragen, allerdings bevorzugen viele Kreditgeber diesen Wert, da er einen Abgleich mit den internen Risikoabschätzungen ermöglicht und so die Sicherheit des Kredits zusätzlich erhöht. Bei Vertragsabschluss muss aber der Kunde ausdrücklich auf die Abfrage hingewiesen werden, eine Verweigerung kann auch ein Grund zur Ablehnung des Kreditantrages sein.

Berechnungsweise und Funktionen des Schufa-Score

In einem Scoring-Verfahren, hier in einem Kreditscoring-Verfahren, werden verschiedene Faktoren in einem zahlenmäßigen Wert ausgedrückt. Dieser liegt zwischen 1 und 100, wobei die 100 den optimalen Zustand, und 1 das schlecht möglichste Ergebnis sein kann. Die Berücksichtigten Daten können sein: Anzahl von Mobilfunkverträgen, Anzahl nicht bezahlter Rechnungen, Geburtsjahr, Wohnort, Anzahl offener Verbindlichkeiten, etc. Dabei muss sich die Schufa an das BDSG halten und darf beispielsweise bei der Anzahl der offenen Verbindlichkeiten keine exakten Werte erfassen. Dieses Beispiel ist deswegen so angebracht, da sich dieser Wert auch negativ auf das Score auswirken kann und somit keine eindeutige Bezugsgröße ist. Diese mithilfe von Data-Mining gesammelten Werte werden auf einem Datenblatt zusammengefasst und einzeln gewichtet. Je nachdem ob das Ergebnis positiv oder negativ ausfällt wird ein Punkt vergeben, bis letztendlich der Score zusammengefasst werden kann. Diese Methode steht bei Verbrauchern, aber auch bei Kunden der Schufa häufig unter Kritik. Es wird ihr mangelnde Objektivität und Datenmissbrauch vorgeworfen, da nicht immer klar ist welche Daten letztendlich an sie übermittelt werden. Die Schufa versucht dieser Kritik zu begegnen indem sie seit 2010 eine Transparenz-Offensive startete, mit deren Hilfe der Verbraucher ausführlich über den Sinn und die Funktionsweise des Scoring-Modells aufgeklärt werden sollte. Dennoch verbleiben viele Probleme, die der Schufa immer wieder vorgeworfen werden. Einerseits ist es die Intransparenz bei der Erfassung und Verarbeitung der Daten, andererseits auch immer wieder deren Aktualität und Verwendungsweise. So muss der Verbraucher vor Aufnahme des Kredits selbständig bei der Schufa anfragen, ob seine Daten noch aktuell sind und diese gegebenenfalls korrigieren. Die Korrekturzeiten sind meist ziemlich lange und die Schufa möchte eine möglichst genaue Auskunft, weswegen sich ein Kreditvertrag entsprechend schnell verzögern kann. Ein so falsch berechneter Score-Wert kann auch Auswirkungen auf den Zinssatz haben, weswegen der Verbraucher dazu angehalten ist seine Daten selbständig bei der Schufa zu melden. Viele tun dieses mit Widerwillen und fühlen sich gezwungen, da ein Kredit- oder Finanzierungsantrag ohne Einwilligung zur Schufa-Abfrage häufig abgelehnt wird. Aber trotzdem erfüllt der Schufa-Score seit mehreren Jahrzehnten seinen Zweck, auch wenn er unbeliebt bei den Verbrauchern ist.

Bei einem Schufa-Score ist zu unterscheiden zwischen einem Schufa-Basisscore und einem Schufa-Branchenscore. Der erstere steht dem Verbraucher auch einmal jährlich kostenlos zur Auskunft, der letztere ist speziell auf eine Branche ausgelegt und stellt eine Dienstleistung des Unternehmens dar, welche der Verbraucher kostenpflichtig abfragen kann. Auch wenn beide Scores sich nur in Details unterscheiden, führt auch diese Praxis zur häufigen Kritik an der Schufa, die aber dennoch daran festhält. Hintergrund dieser verschiedenartigen Score-Ermittlung ist die Tatsache, dass unterschiedliche Branchen ganz eigene Ansprüche an die Liquidität eines Kunden haben. Bei einem Finanzierungsvertrag ist beispielsweise die kurzfristige Liquidität am interessantesten. Dazu gehören ein gültiger, möglichst noch langfristig laufender Arbeitsvertrag und solide finanzielle Verhältnisse. Ein langfristiger Kredit, beispielsweise eine Immobilienfinanzierung, braucht aber eine ebenso langfristige Absicherung. Hier kann der Arbeitsvertrag alleine und die finanzielle Sicherheit nicht ausreichen, es müssen genauere Werte über weitere langfristige Verbindlichkeiten und Zahlungsmoral erfasst werden. Diese Vertrauenswerte sollen bei der Beurteilung der Machbarkeit einen reibungslosen Ablauf des Kreditgeschäfts gewährleisten und so einerseits für die Sicherheit des Kunden vor Überschuldung, und andererseits für die Sicherheit des Instituts vor einem Zahlungsausfall sorgen. In diesem Fall sind zusätzliche Kreditversicherungen wie eine Absicherung bei Todesfalls, eine Absicherung gegen Arbeitslosigkeit oder Berufsunfähigkeit oder ein Bürge ein Wert, der sich, auch wenn es sich um bereits vorhandene Verbindlichkeiten handelt, ausdrücklich positiv auf das Scoring niederschlägt. Zwar darf die Schufa nicht die genauen Daten bereits vorhandener Verbindlichkeiten erfassen, dennoch ist es ihr erlaubt bestimmte Konditionen des Vertrages zu ermitteln und diese in den Score-Wert einfließen zu lassen. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung muss die Schufa ihre Daten innerhalb einer Dreijahres Frist löschen. Davon ausdrücklich ausgeschlossen sind laufende Verträge und Insolvenzverfahren sowie ausstehende Forderungen, die erst mit Begleichung oder Abschluss des Verfahrens der Frist unterliegen.

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