Restschuldversicherung

MAXDA erklärt Ihnen die Restschuldversicherung. Worauf sollten Sie bei Restschuldversicherungen achten? Alles zum Thema erfahren Sie hier. Sie suchen eher einen Kredit ohne Schufa? Jetzt anfragen!

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Was ist eine Restschuldversicherung?

Eine Restschuldversicherung wird im Rahmen einer Kreditabsicherung verwendet. Sie ist daher auch als Kredit-Lebensversicherung oder Restkreditversicherung bekannt. Die Versicherung dient dazu, für den Fall einer Zahlungsunfähigkeit oder beim Ableben des Kreditnehmers vorzusorgen. Kommt es zu einer Auszahlung, zum Beispiel bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit, wird die Kapitalsumme an den Kreditgeber abgetreten. Diese Art der Kreditsicherheit kommt regelmäßig für Hypotheken zum Einsatz.


Restschuldversicherung

Konditionen und Leistungen der Restschuldversicherung

Was bringt eine Restschuldversicherung?

Was bringt eine Restschuldversicherung?Die Restschuldversicherung ist eine finanzielle Stütze für den Ernstfall. Ein ungeplanter finanzieller Rückschlag kann jeden treffen. Findet man sich also in der Position, die laufenden Kosten für einen Kredit nicht mehr zahlen zu können, kann eine Restschuldversicherung der rettende Anker sein. Die Restschuldversicherung springt zum Beispiel ein, wenn sich der Kreditnehmer über einen langen Zeitraum in der Arbeitslosigkeit befindet oder es zu einer schweren Erkrankung kommt.

Darüber hinaus funktioniert die Versicherung wie eine klassische Lebensversicherung - als begünstigte Person ist in diesem Fall aber die Bank eingetragen. Die Kreditschulden entfallen entsprechend nicht auf die Hinterbliebenen. Diese Art der Absicherung ist vor allem wichtig, wenn es nur einen Hauptverdiener im Haushalt gibt. Entfällt das geregelte Einkommen, sind die verbleibenden Familienmitglieder ohne eine Versicherung oft nicht in der Lage, den gewohnten Lebensstandard beizubehalten.

Was deckt die Restschuldversicherung?

Die Grundform der Restschuldversicherung wird bereits seit den 1950er Jahren angeboten. Die Idee entstand in den USA. Die erste Form für den deutschen Markt wurde im Jahr 1957 durch das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen zugelassen.

Heute stehen Versicherungen in vielerlei Formen zur Verfügung. Die Unterschiede beziehen sich dabei sowohl auf die Zahlungsart als auch auf die Kosten und die Auszahlungsmodalitäten. Unter anderem stehen die folgenden Modelle zur Auswahl:

  • Klassische Lebensversicherung - zahlt im Todesfall
  • Arbeitsunfähigkeitsversicherung - zahlt im Fall von einer Arbeitsunfähigkeit für das versicherte Berufsfeld
  • Arbeitslosigkeitsversicherung - zahlt im Fall von einer unverschuldeten Arbeitslosigkeit
  • Dread-Disease-Versicherung - zahlt im Fall von schweren Krankheiten (Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall und bis zu 20 weitere Krankheitsfälle)

Darüber hinaus werden auch Bestandsleistungen durch Versicherungen angeboten. Sie bieten zum Beispiel eine finanzielle Unterstützung, um den Versicherungsnehmer durch eine Therapie oder Weiterbildungsmaßnahmen in das Arbeitsleben zurückzuführen.

Was deckt die Restschuldversicherung?Hinweis: Vor dem Abschluss einer Versicherung sollten die Konditionen stets genauestens überprüft und verglichen werden.

Aufgrund des großen Angebotes für die diversen Versicherungen ist es wichtig, vor dem Abschluss einen umfassenden Vergleich durchzuführen. So kann es zum Beispiel sein, dass eine Dread-Disease-Versicherung keine Konditionen abdeckt, für die bereits eine Familienhistorie bekannt ist. Arbeitsunfähigkeitsversicherungen können sehr eng definiert sein, und erst ab einem sehr hohen Grad der Arbeitsunfähigkeit greifen. Hinzu kommen Sonderbedingungen, die zum Beispiel bestimmen, ob der Versicherte eine allgemeine Arbeitsunfähigkeit vorweisen muss, oder lediglich für ein spezielles Berufsfeld.

In einem direkten Vergleich wird schnell deutlich, welche Vor- und Nachteile die einzelnen Policen bieten. Im Ernstfall ist es immer ratsam, sich durch einen Spezialisten beraten zu lassen.

Wann springt die Restschuldversicherung ein?

Abhängig von der gewählten Police arbeitet jede Versicherung mit anderen Rahmenbedingungen. Entsprechend kommt es zu verschiedenen Wartezeiten, Karenzzeiten und Leistungen. Dieser Punkt ist für die Wahl der passenden Police wichtig. Im Folgenden werden ein paar Beispiele für mögliche Wartezeiten und Leistungsbegrenzungen beschrieben.

Was genau ist mit Wartezeit und Karenzzeit bei einer Restschuldversicherung gemeint?

Definition: Wartezeit

Die Wartezeit beschreibt den Zeitraum nach dem Versicherungsabschluss, in dem keine Ansprüche geltend gemacht werden können.

Definition: Karenzzeit

Die Karenzzeit schließt unmittelbar an den eingereichten Leistungsanspruch an. Zahlungen werden erst nach Ablauf der Karenzzeit freigegeben.

Versicherungsfall: Ableben

Verstirbt der Versicherungsnehmer, kommt es zu einer Auszahlung der vereinbarten Versicherungssumme oder zur Übernahme der Restschuld an die Bank. Für diese Art der Versicherung kommt es weder zu Wartezeiten noch wird mit Karenzzeiten gearbeitet.

Versicherungsfall: Arbeitsunfähigkeit

Im Fall einer Arbeitsunfähigkeit greift die Versicherung häufig nach sechs Wochen. Es ist nicht üblich, mit einer Wartezeit zu arbeiten. Klassische Policen decken die verbleibenden Raten in voller Höhe ab.

Versicherungsfall: Arbeitslosigkeit

Arbeitslosigkeitsversicherungen haben eine Wartezeit von 1 - 6 Monaten. Die Karenzzeit ist zumeist mit drei Monaten festgeschrieben. Die Versicherung deckt die anfallenden Raten für einen Zeitraum von maximal 18 Monaten ab.

Es gibt eine Reihe von Auslassbestimmungen. Kommt die Arbeitslosigkeit zum Beispiel durch eine Eigenkündigung zustande, hat der Versicherungnehmer kein Anrecht auf Leistungen.Ausschlussklauseln

Versicherungsfall: Scheidung

Auch Scheidungen lassen sich versichern. Der Nachweis einer rechtskräftigen Scheidung ist mit der Auszahlung einer vertraglich festgelegten Kapitalsumme verbunden. Die Wartezeit beträgt bis zu drei Monate. Wird die Scheidung innerhalb des Abschlussjahres für die Versicherung eingereicht, entfallen alle Versicherungsansprüche.

Ausschlussklauseln für eine Restschuldversicherung

Die Ausschlussklausel in Versicherungspolicen nennt eine Reihe von Sonderfällen, welche die Leistungspflicht der Versicherung aufheben. Die Klausel ist für zwei Jahre nach dem Versicherungsabschluss gültig. Tritt in diesem Zeitpunkt zum Beispiel ein Krankheitsbild auf, das durch eine Vorerkrankung bedingt ist, kann die Versicherung die Leistung verweigern. Viele Versicherer zahlen Leistungen auch nur bis zu einem festgelegten Lebensalter.

Vorteile und Nachteile

Vorteile und Nachteile einer Restschuldversicherung

Was sind die Vorteile einer Restschuldversicherung?

Vorteile und Nachteile der RestschuldversicherungFür den Abschluss einer Restschuldversicherung kommt es in der Regel nicht zu einer aufwendigen Annahme- und Gesundheitsprüfung. Dies bedeutet, dass ein schneller Vertragsabschluss möglich ist. Eine privatrechtliche Absicherung für den Fall der unverschuldeten Arbeitslosigkeit wird ausschließlich durch die Restschuldversicherung angeboten.

  • Schneller Vertragsabschluss möglich
  • Unkomplizierte Annahme
  • Schutz bei unverschuldeter Arbeitslosigkeit möglich

Was sind die Nachteile einer Restschuldversicherung?

Der Abschluss einer Police führt kaum zu einem verbesserten Kreditscoring und bringt somit nicht unbedingt einen echten Vorteil für die Kreditvergabe. Ist der Abschluss der Versicherung durch die Bank vorgeschrieben, werden die Kosten in den Kredit als Effektivzins eingerechnet. Die Policen sind zumeist mit sehr spezifischen Wartezeiten belegt, die eine Auszahlung verhindern können. Auch die Karenzzeiten sind nicht immer von Vorteil für den Versicherungsnehmer, wenn der Ernstfall eintritt und eine Auszahlung der Versicherungsprämie dringend benötigt wird.

  • Kein verbessertes Kreditscoring
  • Zusatzkosten für den Kredit
  • Lange Warte- und Karenzzeiten

Kündigung der Restschuldversicherung

Kündigung einer Restschuldversicherung

Kann man die Restschuldversicherung kündigen?

Es ist möglich, die Restschuldversicherung zu kündigen. Dies ist für eine Umschuldung oder die vorzeitige Tilgung des Kredites interessant. Es ist außerdem möglich, die Versicherung außerordentlich zu kündigen.

Sonderkündigungsrecht für die Restschuldversicherung nutzen

Wird ein Darlehen umgeschuldet, ist es nicht automatisch gegeben, dass die Restschuldversicherung entfällt. Sie muss zumeist gesondert gekündigt werden. Wurde die Versicherung zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung mit einer Einmalzahlung beglichen, sollte in der Kündigung darauf hingewiesen werden, dass der Versicherungsnehmer die anteiligen Prämien zurückerhalten möchte. Für ein getilgtes Darlehen entfällt der Versicherungszweck und somit sind die bereits bezahlten Prämien nicht mehr gültig. So besteht für den Versicherungsnehmer ein Sonderkündigungsrecht.

Ordentliche Kündigung für die Restschuldversicherung

Ist im Vertrag ein ordentliches Kündigungsrecht vorgesehen, kann die Police auch während der Laufzeit des Darlehens gekündigt werden. In diesem Fall muss die vertraglich festgelegte Kündigungsfrist beachtet werden. Diese beträgt häufig zwei Wochen zum Monatsende. Auch in diesem Fall stehen Versicherungsnehmern nicht genutzte Prämienanteile für die Auszahlung zu. Es kann vorkommen, dass ein Kostenanteil für die Abschlussprovision und für Stornoeinbehalte von der Rückzahlung abgezogen wird. Hierfür gibt es keine einheitliche Regelung.

Achtung! Versicherte Person oder Versicherungsnehmer
Abhängig vom Vertrag wird ist es möglich, dass der Vertragspartner nicht als Versicherungsnehmer eingetragen wird, sondern lediglich als die versicherte Person anerkannt ist. Der Versicherungsnehmer wäre in diesem Fall die Bank. Diese Regelung würde es für den Darlehensnehmer unmöglich machen, den Vertrag ordentlich zu kündigen.

Endet die Restschuldversicherung automatisch mit der Ablösung des Kredits?

Da die Versicherung direkt an den Kredit gekoppelt ist, verliert sie nach der Kreditabzahlung automatisch ihre Gültigkeit. Dies ist darin begründet, dass eine Auszahlung die Bank begünstigt. Gibt es keine Ausstände mit der Bank, hat diese kein Anrecht auf Zahlungen.

Dabei ist es nicht relevant, welche Art der Prämienzahlung für die Versicherung gewählt ist. Die einmalige Kapitalzahlung deckt den Kreditzeitraum ebenso wie die monatlichen Ratenzahlungen.

Kosten der Restschuldversicherung

Die tatsächlichen Kosten für die Versicherung werden durch eine Reihe von Faktoren bestimmt. Grundsätzlich richtet sich der Prämienbeitrag nach der zu versichernden Summe und nach der Art der Versicherung. Versicherungsnehmer haben die Wahl zwischen zwei Grundmodellen:

Restschuldversicherung mit Einmalzahlung: Ein häufig genutztes Modell deckt die gesamten Prämien zum Versicherungsbeginn mit einer Einmalzahlung ab. Das Kapital für die Versicherung wird über das Darlehen mitfinanziert - das verursacht höhere Gesamtkosten für den Kredit. Die Extrakosten werden zusammen mit dem Kredit über den Rückzahlungszeitraum getilgt.

Restschuldversicherung mit monatlichen Raten: Monatliche Ratenzahlungen werden immer auf den aktuellen Restschuldbetrag angepasst. Dies bedeutet, die Zahlungen verringern sich im Laufe der Zeit. In beiden Fällen können Extrakosten aufkommen. Dabei kann es sich um Provisionskosten für die Bank oder auch Bearbeitungsgebühren handeln.

Berechnung der Restschuldversicherung

Wie wird eine Restschuldversicherung berechnet?

Die Prämien richten sich nach der Höhe der Restschuld und den spezifischen Vertragsbedingungen für das Darlehen. Unter anderem spielen diese Faktoren eine Rolle:

  • Klassischer Ratenkredit oder Baufinanzierung?
  • Dauer des Darlehens
  • Höhe des Darlehens
  • Alter des Versicherungsnehmers
  • Art der Versicherung

Was gibt es zu beachten?

Was gibt es bei einer Restschuldversicherung zu beachten?

Wann ist eine Restschuldversicherung sinnvoll?

Banken bieten Restschuldversicherungen für eine Vielzahl von Krediten an. Ob die Police für den Einzelfall notwendig ist, muss individuell entschieden werden. Es ist nicht pauschal sinnvoll, die Versicherung abzuschließen. Ein guter Bankberater zeigt alle Möglichkeiten im Detail auf und ermittelt den individuellen Bedarf.

Vor dem Abschluss sollten ein paar Fragen geklärt sein:

  • Bestehen bereits andere Versicherungen?
  • Welche Summe ist abzusichern?
  • Welche Art der Restschuldversicherung ist am besten geeignet?
  • Wie hoch können die Kosten für die Versicherung ausfallen?

Restschuldversicherung bei Ratenkrediten

Da es keine festen Vorgaben rund um die Vertragsgestaltung einer Restschuldversicherung gibt, ist es schwer, eine pauschale Aussage über die Finanzprodukte zu treffen. Abhängig vom Anbieter bieten sie ein gutes Preisleistungsverhältnis - oder eben nicht. Generell lässt sich aber sagen, dass sie für Ratenkredite von immer mehr Banken angeboten werden. Sie lassen sich zum Beispiel für einen Ratenkredit zur Finanzierung eines Autos oder für Renovierungen einsetzen.

Restschuldversicherung bei Baufinanzierungen

Restschuldversicherung bei der BaufinanzierungDie Restschuldversicherung ist für den Abschluss einer Baufinanzierung häufig eine sinnvolle Option. Sie dient der Sicherung der Kreditsumme. Verstirbt beispielsweise der Darlehensnehmer vor dem Ablauf der Baukreditrückzahlung, sind die Hinterbliebenen auf diese Weise abgesichert.

Wird die Versicherung in der Form einer Risikolebensversicherung abgeschlossen, steht sie in zwei Modellen zur Verfügung. Zum einen wird eine einmalige Kapitalauszahlung abgesichert, die sich über die gesamte Laufzeit nicht ändert. Zum anderen kann auch der tatsächliche Wert der Restschuld versichert sein.

Tipp: Unabhängig von der Finanzierungshöhe für die Baufinanzierung ist es ratsam, einen umfassenden Versicherungsschutz zu haben. Versicherungslücken, zum Beispiel im Bereich der Berufsunfähigkeit, können im schlimmsten Fall sogar in den finanziellen Ruin. Die Folgen sind zumeist sehr weitreichend. Neben dem Verlust der Immobilie sind auch alle weiteren Lebensbereiche betroffen.

Risiko der Doppelversicherung

Risiko der Doppelversicherung

Die Grundidee einer Restschuldversicherung gleicht der einer Risikolebensversicherung. Sind die Bereiche Berufsunfähigkeit, Unfall oder Ableben bereits durch bestehende Policen abgesichert, ist es nicht notwendig, eine zusätzliche Absicherung abzuschließen. Einzig der Bereich der unverschuldeten Arbeitslosigkeit kann nur durch die Restschuldversicherung gedeckt werden.

Vor dem Abschluss ist es daher wichtig, die bestehenden Policen genau unter die Lupe zu nehmen. Im direkten Vergleich zu einer klassischen Risikolebensversicherung sind die Kosten für diese spezielle Art der Versicherung jedoch recht hoch. Eine mögliche Doppelversicherung ist unnötig und darüber hinaus auch sehr kostspielig.

Widerruf bei Ratenkrediten mit Restschuldversicherung

Ist der Kreditvertrag bereits abgeschlossen, ist der Vertrag nicht mehr kündbar. Es ist in speziellen Fällen allerdings möglich, einen Widerruf einzulegen, denn für dieses Finanzprodukt gibt es keine Verjährung. Wird der Widerruf akzeptiert, lässt sich der Zinssatz anpassen. Das ist besonders lohnend, sofern sich der aktuelle Satz weit über dem Marktwert befindet. Nach einer solchen Anpassung lassen sich die Prämien auf den neuen Betrag anpassen, was zu einer teilweisen Rückerstattung führen kann.

Marktübliche Zinsen und die Rückabwicklung

Marktübliche ZinsenWird ein Widerruf eingelegt, geht der Darlehensvertrag in das Rückabwicklungsverhältnis über. Dieser Fall wird durch das BGB geregelt (§§ 357 Abs. 1 Satz 1, 346, 348 BGB). Wird der Widerruf während der Darlehenslaufzeit eingelegt, hat der Darlehensnehmer 30 Tage Zeit, um die ausstehende Summe an die Bank zurückzuzahlen. Dies bedeutet, das benötigte Kapital sollte zum Zeitpunkt der Widerrufseinreichung bereitstehen. Wurde der Widerruf aufgrund einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung geltend gemacht, muss lediglich die Nettokreditsumme zu marktüblichen Zinsen erstattet werden.

Im Rahmen eines rechtlichen Widerrufs ist das Finanzinstitut dazu verpflichtet, die bereits erbrachten Finanzleistungen (Zinsen und Tilgung) in voller Höhe zurückzuerstatten. Die vertraglich festgeschriebenen Zinsen für die Kapitalüberlassung darf das Finanzinstitut einbehalten. Kann der Darlehensnehmer nachweisen, dass diese Zinsen über den zum Vertragsabschluss marktüblichen Zinssatz lagen, kann die Höhe des Zinssatzes korrigiert werden.

Restschuldversicherung und andere Versicherungen

Restschuldversicherung und andere Versicherungen

Restschuldversicherung oder Risikolebensversicherung?

Verbraucherschützer warnen häufig vor den Risiken und Nachteilen einer Restschuldversicherung. Das liegt darin begründet, dass es eine Vielzahl von Finanzprodukten gibt, die ein besseres Preisleistungsverhältnis als die Restschuldversicherung bieten. Die klassische Risikolebensversicherung ist zum Beispiel eines der folgenden Produkte.

Rahmenbedingungen einer Risikolebensversicherung

Rahmenbedingungen der Risikolebensversicherung

Eine Lebensversicherung steht in zwei Optionen bereit. Verbraucher haben die Wahl zwischen einer Kapitallebensversicherung und der Risikolebensversicherung. Die Kosten für eine zapitallebensversicherung sind höher als die der Risikolebensversicherung. Wird die Kapitallebensversicherung innerhalb des Vertragsrahmens nicht benötigt, erhält der Versicherte nach dem Vertragsablauf eine Kapitalauszahlung. Die Risikolebensversicherung zahlt nur im Todesfall.

Die Risikolebensversicherung bietet hohe Deckungssummen für vergleichsweise geringe Prämien. Sie eignet sich sehr gut für die Sicherung von Immobilien und Grundstücken. Die Vorteile der Versicherung liegen klar auf der Hand:

  • Hohe Deckungssummen möglich
  • Geringe Prämien
  • Gültig auch nach Ablauf des Darlehens

Erkennen Banken bestehende Risikolebensversicherungen an?

Anerkennung bestehender RisikolebensversicherungKulante Finanzinstitute sehen eine Risikolebensversicherung als ausreichende Sicherheit an, ohne als begünstigte Partei bei der Versicherung hinterlegt zu sein. Relevant ist dabei jedoch die Versicherungssumme. Ist der Gesamtwert des Immobilienkredites weit über dem der Risikolebensversicherung angesiedelt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit eine weitere Absicherung gefordert werden. Für die Baufinanzierung ist das in der Regel der Hypothekenbrief. Dieser trägt die Grundschuld für die Immobilie in das Grundbuch ein. Kommt es zur Zahlungsunfähigkeit des Hypothekennehmers, wird die Immobilie veräußert, um die Restschuld bei der Bank zu begleichen.

Ergänzende Versicherungen zur Restschuldversicherung?

Ergänzende RestschuldversicherungEin umfassender Versicherungsschutz ist auf alle Risikobereiche vorbereitet. Verbraucher sind sich häufig nicht bewusst, welche möglichen Gegebenheiten eine Zahlungsunfähigkeit verursachen können. Die Lebensversicherung wird durch einen Großteil von Kreditnehmern als ausreichend angesehen.

Dabei gibt es viele Faktoren zu beachten. Was ist, wenn man aufgrund eines Unfalls für einen längeren Zeitraum einen Arbeitsausfall hinnehmen muss? Auch hohe Extrakosten für eine Rehabilitation sind zu beachten. Im schlimmsten Fall endet ein Unfall in der Arbeitsunfähigkeit. Ein geregeltes Einkommen ist somit nicht mehr vorhanden. Eine schwere Krankheit kommt immer unerwartet. Krebs, ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall bringen das Leben zum Stillstand. Mit einer passenden Versicherung sind die finanziellen Aspekte abgesichert und man kann sich vollends auf die Genesung konzentrieren.

Kommt es zu einer Scheidung, sind die Finanzen beider Parteien direkt betroffen. Ein gemeinsam aufgenommener Baukredit verursacht viele Probleme. Ist der Kredit separat versichert, ist dies ein Grund sich weniger zu sorgen.

Unverschuldete Arbeitslosigkeit kann jeden zu jeder Zeit treffen. Selbst Personen, die seit Jahrzehnten in einem festen Arbeitsverhältnis stehen, finden sich in dieser Situation wieder. Eine entsprechende Absicherung kann sehr viel Wert sein.

Mögliche Zusatzversicherungen neben einer Restschuldversicherung sind zum Beispiel:

  • Unfallversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Dread-Disease-Versicherung

Vertragsabschluss

Restschuldversicherung - Vertragsabschluss

Warum bieten Banken häufig Restschuldversicherungen an?

Warum bieten Banken häufig Restschuldversicherungen an?Für das Finanzinstitut ist jede Art von Versicherung eine willkommene Absicherung. Je mehr Sicherheiten vorhanden sind, umso geringer ist das Risiko für die Bank auf den Kosten sitzen zu bleiben. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Bankberater ein möglichst umfassendes Sicherheitsnetz schaffen.

Leider handeln die Berater nicht immer im besten Interesse ihrer Kunden. Versicherungen zahlen hohe Provisionen an die Banken für den Abschluss der Policen. Die Kosten für die Provision legen die Versicherer anschließend auf die Prämien um - was die Gesamtkosten für die Restschuldversicherung steigen lässt.

Tipp: Eine unabhängige Beratung wird durch einen Honorarberater angeboten. Diese Finanzberater arbeiten selbstständig und erhalten keine Provisionen von Versicherungen. Die Kosten für eine Honorarberatung belaufen sich in der Regel auf ein paar Tausend Euro. Im Gegenzug dafür optimiert ein guter Finanzberater jedoch die Gesamtkosten für die Versicherungen, die Baufinanzierung und andere Finanzprodukte enorm.

Wann erfolgt der Abschluss der Restschuldversicherung?

Die Versicherung wird immer zusammen mit dem Kreditvertrag abgeschlossen. Wird die einmalige Ratenzahlung über den Kredit mitfinanziert, ist die Versicherung gültig, sobald die Zahlung beglichen ist. Monatliche Ratenzahlungen sind in den Raten für den Kredit mit inbegriffen. Die Bank leitet die Zahlungen an die Versicherung weiter.

Ist die Pflicht zu einer Restschuldversicherung beim Kreditabschluss rechtmäßig?

Besteht die Pflicht zum Abschluss einer Restschuldversicherung?Banken präsentieren die Restschuldversicherungen gerne als ein vorteilhaftes Finanzprodukt. Dabei wird es oft so dargestellt, dass der Versicherungsabschluss einen Einfluss auf die Kreditvergabe hat. Verbraucher sehen sich so schnell in der Pflicht, eine entsprechende Versicherung abzuschließen, um den Kredit zu sichern. Allerdings trifft dies nur in sehr seltenen Fällen tatsächlich auch zu. Die Versicherung hat kaum Einfluss auf das Kreditscoring und somit auf die Vergabe des Kredites. In speziellen Ausnahmefällen ist die Versicherung verpflichtend. Zum Beispiel, um einen Kunden mit einem hohen Risiko, die Kreditvergabe zu ermöglichen. Es ist zu bedenken, dass Banken von den Versicherungen für erfolgreiche Abschlüsse eine Provision erhalten. Wird der Vertrag unbedacht abgeschlossen, steht jedem Verbraucher ein Kündigungsrecht von 30 Tagen nach dem Vertragsabschluss zu.

Sind Kredit und Restschuldversicherung verbundene Geschäfte?

Kredit und Restschuldversicherung - verbundene GeschäfteWird die Restschuldversicherung gemeinsam mit einem Kreditprodukt abgeschlossen, wird rechtlich von einem verbundenen Geschäft gesprochen. In den Widerrufsbelehrungen wird daher auf die besonderen Umstände des verbundenen Geschäftes hingewiesen.

Zeigen die Widerrufsbelehrungen diese nicht auf, gelten sie rechtlich gesehen als unzureichend. Der Versicherungsvertrag und der Kreditvertrag sind aufgrund dieses Fehlers anfechtbar. Auch nach Ablauf beider Finanzprodukte ist es somit möglich, eine Kostenrückerstattung zu sichern, wie bereits beschreiben.

Tipp: Wer sich in einer rechtlichen Streitsituation befindet, die einen Kreditvertrag mit Restschuldversicherung zum Gegenstand hat, der sollte sich an eine Verbraucherschutzzentrale wenden. Gegen eine feste Gebühr prüft die Zentrale die Widerrufsbelehrung auf den korrekten Inhalt. Wird ein Fehler aufgedeckt, stellt die Zentrale einen Musterbrief bereit. Mit diesem lässt sich der offizielle Widerruf einleiten. Ist dieser eingereicht, haben die Verbraucher die Möglichkeit, eine Rückzahlung einzufordern.

Restschuldversicherung - Übersicht

Restschuldversicherungen - Das Wichtigste in der Übersicht

  • Eine Restschuldversicherung wird in Kombination mit einem Darlehen abgeschlossen. Dabei kann es sich um einen Ratenkredit oder eine Baufinanzierung handeln.
  • Die Kosten für die Versicherung berechnen sich nach der Zahlungsart und der Kredithöhe.
  • Es gibt eine Reihe von Versicherungsoptionen für die Restschuldversicherung. Neben der Absicherung als Lebensversicherung können Verbraucher auch eine Arbeitsunfähigkeit, schwere Krankheiten, eine unverschuldete Arbeitslosigkeit und eine Scheidung absichern.

Wie sinnvoll ist eine Restschuldversicherung für Kreditnehmer tatsächlich?

Wie sinnvoll ist eine Restschuldversicherung?Eine Restschuldversicherung ist nicht für jeden Verbraucher eine gute Wahl. Besteht bereits ein ausreichender Versicherungsschutz durch andere Policen, verursacht die Versicherung lediglich unnötige Extrakosten. Da der Grundkredit die Kosten finanziert, erhöht sich dieser automatisch. Das hebt die Gesamtkosten für das Darlehen an - die Kosten für die Restschuldversicherung fallen zusätzlich zu den Prämien an.

Ausnahme: Die Kreditvergabe kann in speziellen Fällen an die Versicherung gebunden sein. Ist die Kreditwürdigkeit des Darlehensnehmers wenig überzeugend, ist eine Restschuldversicherung ein möglicher Ausweg. In diesem Fall wird die Bank als Versicherungsnehmer eingetragen und der Darlehensnehmer ist lediglich die versicherte Person. Die Bank hat volle Kontrolle über die Police. Im Auszahlungsfall ist das Kapital sofort für die Bank verfügbar. Diese Art der Sicherheit gesteht auch risikoreichen Kreditnehmern einen Kreditabschluss zu.

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