Umschuldung Darlehen

Unter einer Umschuldung Darlehen versteht man in der Finanz- und Kreditwirtschaft die Neufestlegung der Konditionen für ein gewährtes und in der Regel bereits teilweise zurückgezahltes Darlehen. Diese kann sich planmäßig aus der vertraglich festgelegten Zinsbindungsphase ergeben. Sie kann aber auf Wunsch des Darlehensnehmers auch vorfristig verhandelt werden. Dann bedarf es besonders umsichtiger Vorgehensweise, um finanzielle Verluste zu vermeiden.

Was ist ein Darlehen?

Von einem Darlehen in diesem Sinne ist die Rede, wenn ein Darlehensgeber einem Darlehensnehmer Geld oder eine Sache zur Nutzung zur Verfügung stellt. Handelt es sich um ein Gelddarlehen, wird umgangssprachlich meist von Kredit gesprochen. Zwischen Darlehensgeber und Darlehensnehmer wird ein Darlehensvertrag abgeschlossen, in dem die Konditionen des Darlehens detailliert geregelt sind. Bei einem finanziellen Darlehen werden die Höhe des Darlehens, der Zeitpunkt der Auszahlung, die Modalitäten der Rückzahlung und die fällige Verzinsung im Darlehensvertrag festgehalten.

Zu den typischen Formen einer Darlehensfinanzierung gehören in Deutschland Immobilienkäufe. In diesem Falle werden die Rechte des Darlehensgebers durch die Eintragung einer Hypothek, eines sogenannten Grundpfandrechtes, in das Grundbuch abgesichert.

Auch Fahrzeuge werden gern mit Darlehen finanziert. Hier kommt es aber wegen der Kredithöhe selten zu einer Umschuldung vom Darlehen. Üblich sind Laufzeiten bis zu vier Jahren und die vollständige Rückzahlung der Darlehenssumme in dieser Zeit.

Bei der Umschuldung Darlehen den Kreditgeber wechseln?

In der Regel werden die Darlehensverträge für eine Immobilie in der Anfangsphase für fünf, zehn oder fünfzehn Jahre geschlossen. In dieser Zeit sind die Konditionen festgeschrieben. Gerade bei einer Immobilienfinanzierung reicht diese Laufzeit aber in den wenigsten Fällen aus, um das gesamte Darlehen zurückzuzahlen. Ist der Zeitraum abgelaufen, steht deshalb die planmäßige Umschuldung  Darlehen an. Das heißt, die Konditionen für die verbleibende Restschuld werden neu verhandelt.

Viele Darlehensverträge sehen in diesem Zusammenhang zudem die Möglichkeit vor, zu einem andern Darlehensgeber zu wechseln. Das stärkt die Verhandlungsposition des Darlehensnehmers zwar. Er sollte aber vor diesem Schritt prüfen, welche Gebühren oder anderweitige Kosten durch einen solchen Wechsel auf ihn zukommen. Meist wird bei der Umschuldung Darlehen eine Bearbeitungsgebühr des alten und des neuen Darlehensgebers fällig.

Muss die Grundschuld wegen des Wechsels neu in das Grundbuch eingetragen werden, kommen Kosten für einen Notar und für das Amtsgericht hinzu. Diese Kosten sollten beim Vergleich der verschiedenen Konditionen für die Umschuldung Darlehen gegen gerechnet werden.

Vorfristige Umschuldung Darlehen verhandeln

Zum Zeitpunkt der Kreditgewährung orientieren sich beide Vertragspartner am marktüblichen Zinssatz. Darlehensnehmer versuchen ihrerseits zumal bei höheren Kreditsummen oft, einen möglichst geringen Zinssatz für eine möglichst lange Laufzeit fest zu vereinbaren. Das setzt allerdings eine sichere Beurteilung der Zinsentwicklung voraus.

Ändern sich nämlich im Verlaufe der Festzinsperiode die Zinssätze anders als erwartet nach unten, hat der Darlehensnehmer ein schlechtes Geschäft gemacht. Sein Interesse wäre dann eine Darlehen-Umschuldung. Oder mit anderen Worten, eine Neufestlegung der Zinskonditionen zu seinen Gunsten. Ehe der Darlehensnehmer allerdings den Kreditgeber mit diesem Ansinnen konfrontiert, sollte er sich bei einem anderen Kreditinstitut eine vorläufige Zusage für die Kreditierung seiner Restschuld sichern.

Bei geringer Restschuld ist hier Vorsicht angeraten. Für Summen unter 50.000 Euro findet sich schwerer ein Kreditgeber, als für höhere. Hat man den alten Kreditgeber übereilt um eine Umschuldung Darlehen ersucht, könnte man so schlimmstenfalls ohne Anschlussfinanzierung dastehen.

Vorfälligkeitsentschädigung contra Zinsersparnis

Der Darlehensgeber seinerseits wird auf ein solches Ansinnen nur eingehen, wenn der Darlehensnehmer ihm den damit verbundenen Ausfall an Zinseinnahmen entschädigt. Man spricht hier von einer sogenannten Vorfälligkeitsentschädigung. Diese wird nach gesetzlichen Vorgaben berechnet und soll möglichst die Interessen beider Seiten wahren. In manchen Fällen kann es aber durchaus finanziell von Vorteil sein, den alten Kreditgeber zu entschädigen und das Darlehen abzulösen.

Bei einer solchen Umschuldung Darlehen kommt es wirklich auf eine genaue Berechnung der fälligen Zinsen und der Tilgungsraten an. Hier sollten sich in der Materie Unerfahrene besser an einen unabhängigen Finanzberater mit der Bitte um Unterstützung wenden. Unter dem Strich kann man hier aber durchaus mehrere Tausend Euro im Verlaufe eines längerfristigen Kredites sparen.

Angesichts der derzeitigen Zinsen für Sparguthaben, aber auch für Immobilienfinanzierungen, empfiehlt es sich, eine mögliche Umschuldung Darlehen von vornherein vertraglich zu vereinbaren. So können Zeiträume von einem oder mehreren Jahren als einseitige Kündigungsfristen in den Darlehensvertrag eingeführt werden. 

Ein solcher Vertrag gibt dem Darlehensnehmer einerseits eine hohe Sicherheit, andererseits kann er von einer weiteren Zinsminimierung am Markt profitieren. Der Darlehensgeber wird sich dieses Entgegenkommen allerdings mit einem etwas höheren Zinssatz honorieren lassen.

Eine andere Möglichkeit sind Darlehensverträge, bei denen sich die Zinsen am aktuellen Marktzins orientieren. Hier besteht allerdings das Risiko, dass die Zinsen steigen und sich diese Steigerung ebenfalls in den eigenen Konditionen niederschlägt. Eine Umschuldung Darlehen ist in einem solchen Fall üblicherweise nicht vorgesehen.

Gesetzliches Kündigungsrecht bei der Umschuldung Darlehen nutzen

Hat der Kreditnehmer eine langfristige Zinsbindung für fünfzehn Jahre vereinbart und muss nun feststellen, dass seine einstmaligen Topkonditionen inzwischen längst nicht mehr der Marktsituation entsprechen, kann er trotzdem umschulden. Für diesen Fall räumt ihm der Gesetzgeber die Möglichkeit einer Umschuldung Darlehen nach Ablauf von zehn Jahren nach vollständigem Erhalt der Darlehenssumme ein.

Im § 498 BGB ist für diesen Fall ein Kündigungsrecht des Darlehensnehmers vorgesehen mit einer Frist von sechs Monaten. Dabei kann es sich durchaus auch lohnen, mit dem bisherigen Kreditgeber für eine Umschuldung Darlehen neu zu verhandeln.

Gelegentlich kommt es auch vor, dass Darlehensnehmer auf Grund der persönlichen finanziellen Verhältnisse nicht mehr in der Lage sind, einen Darlehensvertrag in der vereinbarten Form zu bedienen. Ein solcher Fall kann durch Krankheit oder Arbeitslosigkeit eintreten, aber auch Scheidungen oder Trennungen vom Lebenspartner haben oft tiefgreifende finanzielle Einschnitte zur Folge.

Nutzen einer Umschuldung Darlehen

In einem solchen Fall kann eine Umschuldung Darlehen durchaus ein probates Mittel sein, um den Verlust einer Immobilie beispielsweise zu verhindern. Informiert der Darlehensnehmer den Darlehensgeber rechtzeitig über den entstehenden Engpass, finden sich meist Lösungen im gegenseitigen Interesse.

So ist beispielsweise denkbar, dass der Darlehensgeber im Rahmen einer Umschuldung vom Darlehen auf die Rückzahlung vorerst verzichtet und nur die Zinsen verlangt. Die Rückzahlung kann dann zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Hier könnte statt der monatlichen Tilgungsraten beispielsweise eine Tilgung durch eine fällig werdende Lebensversicherung oder eine anstehende Pensionsauszahlung beispielsweise vereinbart werden.

Steuerrechtlich hat eine Umschuldung des Darlehens meist keine Auswirkungen. Wer den Kredit zur Finanzierung eines Mietobjektes eingesetzt hat, kann sogar die Kosten für eine Umschuldung Darlehen anteilig als Werbungskosten geltend machen. Grundsätzlich gelten die Tilgungen nicht als steuerlich absetzbar, während die Zinsaufwendungen steuerlich geltend gemacht werden können.

Das gilt im übrigen nicht nur für vermietete Objekte, sondern bei Selbstständigen beispielsweise auch anteilig für den geschäftlich genutzten Anteil der Immobilie.

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