Vorfinanzierung

Eine von Kreditinstituten vorgenommene kurzfristige Kreditgewährung, meist während eines Zeitraumes von 1 bis 2 Jahren, wird als Vorfinanzierung bezeichnet. Der Kredit wird gewährt, obgleich die endgültige Finanzierung des Projektes noch nicht sichergestellt ist. Eine Vorfinanzierung wird dann benötigt, wenn aus formellen Gründen oder plötzlicher Zeitnot eine gesicherte Vollfinanzierung nicht möglich ist. Dabei trägt das Kreditinstitut ein höheres Risiko, weil die spätere Finanzierung des Projektes noch nicht garantiert ist und die Abzahlung der Vorfinanzierung auch infrage gestellt werden kann. Eine Vorfinanzierung kommt häufig bei einem Unternehmenskauf vor, wobei sie in diesem Zusammenhang als Brückenfinanzierung bezeichnet wird. Diese Brückenfinanzierung wird oft nachgefragt, wenn der Kauf des Unternehmens zeitlich so sehr unter Druck steht, dass keine solide Finanzierung erstellt werden konnte. Um dem Käufer die Möglichkeit zur Erstellung eines soliden Finanzplans zum Kauf zu geben, gewährt das Kreditinstitut eine Vorfinanzierung. Während der Laufzeit der Vorfinanzierung kann der Käufer einen solchen Finanzierungsplan erstellen und die Brückenfinanzierung in einen geregelten Zahlungsplan umwandeln. Der Begriff Vorfinanzierung ist ein umgangssprachlicher Begriff, da es sich zumeist um eine Zwischenfinanzierung handelt. Selbst wenn ein Steuererstattungsanspruch durch ein Kreditinstitut vorfinanziert werden soll, so handelt es sich dabei eindeutig um eine Zwischenfinanzierung. Denn in diesem Fall ist die Rückzahlung des gewährten Kredites durch die Steuerrückerstattung gesichert. Der Vorteil einer Vorfinanzierung liegt in der Tatsache, dass der Käufer sofort über die entsprechenden Mittel verfügt, um sein Projekt umzusetzen. Der Nachteil liegt in der Vorfinanzierungsgebühr, die aber wegen der Umstände gern akzeptiert wird.

Die Vorfinanzierung Bauprojekten

Oftmals kommt es bei Bauvorhaben zu einer Vorfinanzierung. In der Regel dann, wenn jemand ein günstiges Objekt gefunden hat, das er gern erwerben würde oder aus anderen Gründen der Neubau eines Hauses früher als geplant stattfinden soll. In diesem Fall wird eine Zwischenfinanzierung beantragt, die bis zu dem Zeitpunkt reicht, an dem Bausparvertrag auszahlungsreif ist, wobei es sich meist nur um einen Zeitraum von 1-3 Jahren handelt. Diese Art der Vorfinanzierung wird von den Kreditinstituten durchaus vorgenommen, weil die gewährte Kreditsumme durch den vorhandenen Bausparvertrag gedeckt ist. Das Verhalten der Bauherren hat sich im Bereich Bausparen im letzten Jahrzehnt drastisch geändert, was vor allem daran liegt, dass es eine neue Generation von Immobilienkäufern gibt. Diese Generation möchte ihr ausgewähltes Objekt sofort kaufen und nicht erst auf die Zuteilung eines erfüllten Bausparvertrages warten müssen. Dies motiviert die angesprochenen Kreditinstitute dazu, eine Vorfinanzierung als Finanzierungsmöglichkeit vorzuschlagen. Durch eine Vorfinanzierung kann der Kunde die Vorteile eines Bausparvertrages genießen, ohne zuvor eine Ansparphase in Kauf nehmen zu müssen. Zu diesem Zweck wird meist ein Bausparvertrag abgeschlossen, der gleichzeitig mit einer Vorfinanzierung oder der Aufnahme eines Darlehns gekoppelt wird, um die Auszahlung sofort zu ermöglichen. Die Ansparung auf den Bausparvertrag erfolgt also während der Laufzeit der Vorfinanzierung. Sobald der Bausparvertrag reif zur Auszahlung ist, wird damit die Vorfinanzierung abgelöst. So kann der Bauherr entweder sofort mit dem Bau eines Projektes oder dem Kauf der gewünschten Immobilie beginnen, während der eigentliche Bausparvertrag noch angespart wird. Um die Bezahlbarkeit der Finanzierungslösung zu gewährleisten, wird das Darlehen, welches das Kreditinstitut zur Vorfinanzierung bereitgestellt hat, nicht in die Tilgung miteinbezogen. Die Zinsen werden stattdessen beglichen, bis zur Auszahlung des angesparten Bausparvertrages. Ebenfalls wird das Zinsguthaben, welches durch die Zinsen auf den Bausparvertrag entsteht, gegengerechnet.

Die Finanzierung wird auf das Projekt maßgeschneidert

Zur besseren Risikokalkulation werden bausparvertrag-unabhängige Vorfinanzierungen nur noch selten angeboten. Stattdessen halten die Kreditinstitute für diese Finanzierungswünsche spezielle Kombiprodukte oder sogenannte Bausparkonstrukte bereit, die den Interessenten angeboten werden. Das hat den Vorteil, dass der Kunde nur noch ein Finanzierungsprodukt bei seinem Kreditinstitut abschließen muss. Bei diesen Finanzprodukten handelt es sich immer wieder um eine Kombination aus Vorfinanzierung und einem Bausparvertrag, wobei die Finanzierung genau auf das gewünschte Projekt maßgeschneidert wird. Dabei wird die monatliche Rate in einer Höhe festgesetzt, dass sie über den kompletten Zahlungsraum konstant bleibt. Dies bezieht sich sowohl auf die Vorfinanzierung wie auf den später anzusparenden Bausparvertrag. Darum werden diese Finanzierungslösungen unter den Fachleuten auch Konstantdarlehen genannt. Die Konstantdarlehen sind eine Neuerung im Kreditwesen, die hauptsächlich für die neue Generation von Bauherren ihren Bedürfnissen entsprechend geschaffen wurden. Seit der Einführung der Konstantdarlehen zeigt sich ein ständig wachsendes Interesse der Kunden an diesem Finanzierungsmodell. Inzwischen bieten fast alle Bausparkassen diese Konstantdarlehen als Vorfinanzierungsmodell an, wobei selbstverständlich die Finanzierungsansätze der einzelnen Kreditinstitute stark voneinander abweichen. Darum sollte ein Kreditnehmer sich von einem fachkundigen Berater über die für ihn besten Finanzierungsmodelle inklusive einer Vorfinanzierung aufklären lassen.

Finanzierungslösung für den Immobilienerwerb

Nur wenige Menschen können eine Immobilie oder einen Neubau ohne eine Finanzierung mithilfe von Kreditinstituten erwerben oder bauen. Darum werden Kreditanträge an die Kreditinstitute gegeben, um von ihnen entsprechende Darlehen zu bekommen. Dabei legen die Kreditgeber nach wie vor großen Wert darauf, dass die Kreditnehmer einen Teil der Kaufsumme durch Eigenkapital decken können. Dieses Geld sollte aus angespartem Vermögen bestehen. Meist verlangen die Kreditinstitute einen Betrag von rund 10 Prozent des Kaufpreises, obgleich es auch möglich ist, dass die Kreditinstitute den Kaufbetrag zu 100 Prozent über Darlehen finanzieren. Doch dann wird meist eine Risikolebensversicherung neben erhöhten Zinssätzen als Absicherung der Kreditinstitute verlangt. Für die meisten Interessenten, die planen, zukünftig eine Immobilie zu erwerben oder ein Haus zu bauen, ist es durchaus tragbar, das geforderte Eigenkapital anzusparen, was oft über den Bausparvertrag geschieht. Diese Bausparverträge werden sogar vom Arbeitgeber bezuschusst, was als vermögenswirksame Leistungen bezeichnet wird. Der Kauf einer Immobilie ist durchaus auch dann möglich, wenn der eigene Bausparvertrag noch nicht zuteilungsreif ist. Um trotzdem gleich den Kauf tätigen zu können, wird zumeist eine Vorfinanzierung vorgenommen. Diese Vorfinanzierung soll die Zeit überbrücken, bis der Bausparvertrag erfüllt ist und ausgezahlt werden kann. Es gibt ganz verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten, die in Verbindung mit einer Vorfinanzierung angeboten werden. Dabei tritt der Besitzer des Bausparvertrags diesen an das Kreditinstitut ab, bei dem er die Finanzierung vornehmen lassen möchte. Für diese Vorfinanzierung wird in der Regel von den Kreditinstituten eine Zinszahlung verlangt. Dazu kommen noch die Raten für den abgeschlossenen Bausparvertrag sowie die vereinbarten vermögenswirksamen Leistungen. Die mögliche Vorfinanzierung eines bestehenden Bausparvertrages nutzt sowohl dem Käufer der Immobilie wie auch den Kreditinstituten. Der Käufer kann sich sein Projekt aneignen und die Kreditinstitute verdienen durch die Darlehen wie die Vorfinanzierung. Da zunehmend die staatlichen Förderungen beim Erwerb von Wohneigentum verringert werden, spielt die Vorfinanzierung von Bausparverträgen durch die Kreditinstitute eine wachsende Rolle.

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